gruene.at
Navigation:
am 27. Juni

Aushöhlung der Landesgrünzone in Nenzing: Speed kills!

Nina Tomaselli - Widmungscausa in Nenzing ist völlig unüberlegt

Auf massive Kritik bei den Grünen stoßen die Pläne der Gemeinde Nenzing, die Landesgrünzone im Ausmaß von 70.000 qm zu beschneiden. „Die Gemeinde Nenzing will die Aushöhlung der Landesgrünzone um 12 Fußballfeldern einfach durchboxen. Das zeigt einmal mehr: Speed Kills“, ärgert sich die grüne Raumplanungssprecherin Nina Tomaselli.

Das Widmungsansinnen sei weder gut durchdacht noch vorbereitet. „Hier geht es um Profit für die Agrargemeinschaft. Auf der Strecke bleiben einmal mehr die Natur und die Landesgrünzone. Für uns Grüne hat der Erhalt der Landesgrünzone als unser unmittelbarer Naturraum oberste Priorität. Deshalb können wir das unüberlegte Vorgehen der Marktgemeinde Nenzing nicht gutheißen.“

„Das Widmungsgesuch der Agrar wurde durch die Gemeindevertretung vom 29.5. durchgepeitscht. Der Antrag ist nur zwei Wochen davor von der Agrargemeinschaft eingebracht worden“, zeigt sich Tomaselli fassungslos. „Jeder private Häuslebauer kann von so einer Erledigungsgeschwindigkeit nur träumen“, ist sich Tomaselli sicher. „Weder Agrar noch Gemeinde haben sich Gedanken um Kompensationsflächen gemacht. Der Antrag selbst ist lächerliche 3 Sätze lang“, wundert sich die Raumplanungssprecherin. Vergleichbares sei ihr aus den letzten Jahren bisher nicht bekannt.

„Der Gemeinde wurde von Seiten des Antragsstellers lediglich eine Skizze zur Verfügung gestellt. Das ist eine dünne Suppe, und sicher kein konkretes Erweiterungsprojekt“, wundert sich die Landtagsabgeordnete. „Es ist nicht nachvollziehbar, wie man auf so einer dünnen Grundlage einen derart nachhaltigen Einschnitt in die Landesgrünzone begründen kann. Für jeden privaten Garagenneubau müssen mehr Unterlagen bei der Gemeinde eingebracht werden“,  ist sich Tomaselli sicher.

„Die Landesgrünzone sichert unsere Naherholungsräume und Lebensmittelproduktion für heimische Produkte. Es darf daher nicht zugelassen werden, dass Umwidmungsentscheidungen auf derart schludriger Basis getroffen werden. So nicht!“, schließt  Tomaselli.​