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am 3. Mai

Landesgrünzone als grüne Seele Vorarlbergs erhalten!

Nina Tomaselli - Interessenausgleich zwischen Wirtschaft und Erhalt der Freiflächen ist möglich!

„Die Landesgrünzone ist eine nicht wegzudenkende Freifläche, um künftig Naherholungsgebiete und Naturraum zu erhalten. Wir Grüne möchten diese grüne Seele Vorarlbergs bewahren – auch für unsere Kinder und Enkelkinder“, betont die Grüne Raumplanungssprecherin Nina Tomaselli am Rande des heutigen Raumplanungsbeirates.

Tomaselli habe sich daher für die Betriebserweiterung von Alpla ausgesprochen, allerdings zur Bedingung gemacht, dass die Standortgemeinde Fußach als Kompensation eine neue Grünzonen-Freifläche zusichert. Bedauerlicherweise ist es bei einer historisch knappen Abstimmung von 10 zu 12 aber zu keiner Mehrheit für diese Forderung gekommen.

Tomaselli betont, wie wichtig es ist, dass sich Betriebe zum Standort Vorarlberg bekennen. „Es ist absolut erfreulich, dass sich Betriebe hier ansiedeln und hier investieren. Betriebserweiterungen schaffen neue Arbeitsplätze und bringen zusätzliche Einnahmen für die jeweiligen Gemeinden“, so Tomaselli. Es brauche aber einen fairen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Interesse, die Grünzone in Vorarlberg zu erhalten.

„Wenn ein Tortenstück aus der Landesgrünzone herausgeschnitten wird, muss die betroffene Gemeinde dafür sorgen, dass eine neue Grünfläche in gleicher Größe und Qualität eingebracht wird. Damit sichern wir gleichzeitig die Entwicklung der Wirtschaft und den Erhalt unserer Landesgrünzone“, bringt es Tomaselli auf den Punkt. Darauf bestehen die Grünen weiterhin. Dass dies möglich sei, zeige die Hydro in Nenzing. „Wir haben in Vorarlberg genug Platz, um die Interessen der Betriebe mit den Interessen der Natur in Einklang zu bringen“, so Tomaselli.

Tomaselli bedauere es aus diesem Grund umso mehr, dass sich die Gemeinde Fußach bislang weigere, Kompensationsflächen einzubringen. Laut einer Studie des Landes verfüge Fußach über weitere 76.000 Quadratmeter an Flächen, die sich potentiell für die Landesgrünzone eignen. „Der Landesgrünzone Flächen nehmen, finanziell davon profitieren und nichts zurückzugeben – das ist nicht fair. Es braucht gleiche Regeln für alle. Wir fordern daher ein transparentes und einheitliches Kompensationsmodell zum Umgang mit der Landesgrünzone“, schließt Tomaselli.​