gruene.at
Navigation:
am 25. Jänner

Landesgrünzone in Nenzing muss erhalten bleiben!

Nina Tomaselli - Interessen der Agrargemeinschaft dürfen nicht vor den Bedürfnissen der Bevölkerung stehen

Die Grünen sprechen sich für den Erhalt der Landesgrünzone in Nenzing aus. „Die Agrargmeinschaft will einen Einschnitt von 110.000 m2 in die Landesgrünzone. Damit verlieren wir Grünraum im Ausmaß von 15 Fußballfeldern für immer“, warnt die Grüne Raumplanungssprecherin Nina Tomaselli. „Die Grüne Seele vom Walgau muss erhalten bleiben. Die Interessen der Agrargemeinschaft dürfen nicht vor den Bedürfnissen der 6.200 Nenzingerinnen und Nenzingern nach Ruhe- und Erholungsraum stehen“, so Tomaselli.

Wenn Grünland zu Bauland werde, gehe es letzten Endes um Vermögensvervielfachung. Die Grundstücke sind Agrarbesitz und waren bekanntermaßen im Eigentum der Gemeinde, also der Allgemeinheit. „Die Agrargemeinschaft macht Grünland zu Bauland. Damit wird Profit gemacht. Die Gewinne kommen nur den Agrarmitgliedern zu gute. Die große Mehrheit schaut dadurch doppelt durch die Finger, sie verliert zusätzlich den grünen Naherholungsraum“, kritisiert Tomaselli.

Die Agrargemeinschaft Nenzing sei ein Paradebeispiel dafür, dass es bei Agrargemeinschaften – wie gerne von ÖVP und FPÖ behauptet – nicht immer nur um Vereinigungen für die harmlose Bewirtschaftung von Wald und Wiesen gehe. „Die Agrargemeinschaft Nenzing hat schon jetzt 60.000 qm gewidmetes Bauland zur Verfügung. Damit ist sie absoluter Spitzenreiter im Land. Mit der geplanten Umwidmung verdreifacht sie Ihre Baulandflächen. Ohne Kompensation ist das inakzeptabel“, so Tomaselli.

Hier werde Baulandvermögen für 726 Agrarmitglieder angehäuft, anstatt den wertvollen Grünraum zu erhalten. „60.000 qm Baulandbestand heißt bei einer vorsichtigen Schätzung über € 20.000 Vermögen für jedes Agrarmitglied, das jetzt nochmal um € 40.000 anwachsen soll, wenn es nach der Agrar Nenzing geht“, rechnet Tomaselli.

Der Wunsch der Agrargemeinschaft Nenzing nach der massiven Aushöhlung der Landesgrünzone zeige, dass keinesfalls alles in bester Ordnung mit den Agrargemeinschaften sei, wie das ÖVP und FPÖ gerne behaupten. „Baulandanhäufung für den eigenen Mitgliederkreis und nachhaltiger Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft - wofür die Agrargemeinschaften angeblich eintreten -  das geht einfach nicht zusammen. Das zeigt das Bespiel Nenzing klar und deutlich auf“, ist sich Tomaselli sicher. „Wir Grüne sind die Anwälte für den Erhalt der Landesgrünzone als Produktionsstätte regionaler Lebensmittel und Naherholungsraum für alle“, so Tomaselli abschließend.​