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am 23. April

Adi Gross verzichtet auf Kandidatur bei Landtagswahl

Adi Gross - Klubobmann macht nach fünf erfolgreichen Jahren Platz für junge KandidatInnen

Im Zuge einer Presseerklärung hat Grünen Klubobmann Adi Gross heute bekannt gegeben, dass er auf eine weitere Kandidatur als Klubobmann und Landtagsabgeordneter der Grünen bei der Landtagswahl 2019 verzichten wird. „Für mich waren das fünf extrem spannende und herausfordernde Jahre, die ich nicht missen möchte. Verantwortung übernehmen, heißt aber auch, nach vorne zu blicken und Entscheidungen zu treffen“, so Gross.

„Ich möchte hervorragenden, neuen, jungen Menschen Platz machen. Sie sollen jetzt eine Chance bekommen. Für ihre Zukunft, für die Zukunft der Grünen. Die Partei ist somit in guten Händen. Ich selbst möchte noch mal etwas Neues beginnen. Noch bin ich jung genug, um diesen Schritt zu wagen“, erklärt Gross.

Für Gross gab es drei zentrale Gründe, um sich bei den Grünen zu engagieren: Kämpfen für den Klimaschutz, kämpfen für soziale Gerechtigkeit und kämpfen für eine anständige Politik. „Mir und uns Grünen ist es ein Anliegen, auf die Menschen zu schauen, denen es nicht so gut geht. Ich komme selbst aus einfachen Verhältnissen und weiß, wie es sich anfühlt, wenn es einmal nicht so rund läuft. Ich weiß, wie wichtig ein solidarischer Sozialstaat, wie wichtig eine solidarische Gesellschaft ist!“, betont Gross.

Das habe er nun fünf Jahre lang mit voller Energie, Herzblut und Leidenschaft getan. „Vieles ist mir und uns Grünen in der Regierung gelungen: massive Verbesserungen im öffentlichen Verkehr, enorme Entwicklungen in der Kinderbetreuung und bei der Pflege. Wir haben eine Mindestsicherung im Land, die trotz brutalem Druck heute klar zu den besten in Österreich zählt. Wir haben das größte Wohnbauprogramm, das Vorarlberg je gesehen hat, wir haben einen großen Schritt in der Raumplanung zustande gebracht, und wir haben gemeinsam die Fluchtbewegung gut gemeistert“, berichtet Gross.

Die Grünen hätten viel dazu beigetragen, dass Vorarlberg nach wie vor ein offenes und sicheres Land sei. „Fix ist für mich jedenfalls, dass es in Vorarlberg Grün braucht. Damit wir weiterhin in einem modernen, offenen und solidarischen Land leben, in dem das Miteinander zählt!“, bekräftigt Gross.

Für Gross persönlich gehe es nun mit einer Auszeit weiter. „Die letzten Jahre haben auch gesundheitlich Spuren bei mir hinterlassen. Ich werde mich daher auf ärztlichen Rat hin ab sofort ausklinken und eine Regenerationszeit nehmen“, erklärt Gross.

Der Grüne Landesrat und Landessprecher Johannes Rauch bedauere die Entscheidung von Adi Gross sehr, werde diese aber respektieren. „Politisch ist seine Entscheidung ein schwerer Verlust für uns Grüne. Niemand in der politischen Landschaft Vorarlbergs kann Adi Gross in Energie- und Klimaschutzfragen fachlich das Wasser reichen!“, betont Rauch.

Als Klubobmann habe er einen hervorragenden Job gemacht und wesentlich dazu beigetragen, dass die schwarz-grüne Koalition bis zum heutigen Tag gut funktioniere. „Dafür an dieser Stelle ein großes und herzliches Danke für die geleistete Arbeit!“, so Rauch.

Gross werde sich jetzt solange wie notwendig komplett ausklinken. „Seine Unterstützung im Wahlkampf ist mir aber gewiss, darauf kann ich mich verlassen und dafür bin ich auch außerordentlich dankbar!“, schließt Rauch.​