gruene.at
Navigation:
am 10. Jänner

Angebote vorhanden – jedoch zu wenig vernetzt

Patricia Tschallener - Für ein kommunales Bildungsmanagement in Hohenems

Die Masterarbeit der Studentin Milena Hauser bestätigt, was die grüne Bildungsstadträtin Patricia Tschallener bereits vermutet hat: Das Bildungsangebot in Hohenems ist vielfältig, es fehlt jedoch die Vernetzung.

Es gibt in Hohenems im Bildungsbereich viele Angebote , diese entstehen jedoch kaum koordiniert und strukturiert, sondern eher durch Zufälle und persönliche Beziehungen. Ein strategisch orientiertes Bildungsmanagement könnte maßgeblich dazu beitragen, die verschiedenen Bildungsbeteiligten, seien es klassische Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder die Volkshochschule, oder auch andere Institutionen wie Museen, Sport- und Kulturvereine, Bücherei, koordiniert zu vernetzen und die Aktivitäten in eine gemeinsame Richtung zu lenken.

Lebenslanges Lernen sichtbar machen

„Bildung muss spannend sein und Spaß machen. Gerade in Vereinen oder in Museen findet tagtäglich Bildung statt, was vielen Menschen jedoch nicht bewusst ist. Wenn wir die Talente unserer Bevölkerung in den Vordergrund stellen möchten, müssen wir Bildung im Alltag erlebbar gestalten und verstärkt, speziell auch für Erwachsene. Lernen kann sehr gut an Hobbys und Freizeitgestaltungen geknüpft werden. Dadurch wird ein lebenslanges Lernen gewährleistet,“ so Stadträtin Tschallener. Mit über 17.000 EinwohnerInnen hat Hohenems eine Größe erreicht, bei der es sowohl ein Bildungsmonitoring als auch eine strategisch orientierte Bildungsarbeit braucht, sei es durch Vernetzung der einzelnen Akteure, durch ein Zusammenführen von Angebot und Nachfrage oder durch andere Maßnahmen. Diese und noch mehr Schlussfolgerungen wurden durch die Masterarbeit von Milena Hauser aufgezeigt, die sich auf eine Literaturrecherche und auf 18 Interviews stützt.

Erfassen und vernetzen

Die nächsten Schritte, welche Patricia Tschallener in Hohenems anstreben möchte, sind die Erfassung der aktuell laufenden Projekte und Prozesse, die einen Bezug zur Bildung haben, und in einem zweiten Schritt die Erarbeitung von Bildungszielen mit angepassten Maßnahmen. „Wir müssen anfangen, Bildung größer zu denken und auch außerhalb der Schulen wahrzunehmen und zu stärken. Dazu kann ein kommunales Bildungsmanagement, wie es in Hohenems angedacht ist, maßgeblich beitragen!“ schließt Tschallener ab.​