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am 11. März

Campus – Ein neuer Stadtteil in Dornbirn

Redaktion Dornbirn - Es tut sich etwas an den Ufern der Dornbirner Ache oberhalb der Sägerbrücke

Die Fachhochschule Vorarlberg wächst kontinuierlich, demnächst entsteht anstelle des alten Pförtnerhauses ein neuer Lernturm und das Hauptgebäude wird aufgestockt. Etwa 2022 werden die dahinter liegenden Gewerbehallen ausgedient haben und abgerissen – ein großes Gelände tut sich auf für neue Nutzungen. Am anderen Ufer entstehen neben den sanierungsbedürftigen Personalhäusern zwei weitere Gebäude mit Übergangs­wohnungen für städtisches Personal. Der Campus Vorarlberg entwickelt sich weiter, neue Büro- und Veranstaltungsräume entstehen.

Dazwischen liegt unser Wildbach – bislang mit steilen Ufermauern, über die im Sommer Badefreudige dennoch gerne hinabklettern und sich erfrischen.

Ein großer Störfaktor hemmt allerdings die Entwicklung zu einem neuen, von Leben strotzendem Stadtteil: Das sind die hunderten LKWs der Brotfabrik, die von früh bis spät der Ach entlang Richtung Autobahn donnern.

LKWs raus aus der Stadt – Die Dornbirner Ach, unser Central Park!
Für diesen Stadtteil brauchen wir eine Vision:

 
​Die Brotfabrik liegt am falschen Ort und soll ins Industriegebiet abgesiedelt werden (z.B. ins Wallenmahd) – LKWs gehören raus aus der Stadt.

Die Dornbirner Ache soll das Verbindende zwischen Fachhochschule und Campus V werden – ein Central Park für Dornbirn mit großem Erholungswert. Dafür wird die Achstraße aufgelassen und zu einer Uferböschung umgebaut. Der Fluss und die Menschen bekommen endlich mehr Platz – man muss nicht mehr zum Fluss hinunter klettern – man kann an der Uferböschung liegen, auf Sunsetstufen den Sonnenuntergang genießen und unbehelligt spazieren oder laufen.

Bis die Brotfabrik abgesiedelt ist, wird nach Abriss der Gewerbehallen eine provisorische Ausfahrt für die LKWs auf das untere Ende der Sägerstraße geschaffen. Auch die Zufahrt zu den Parkplätzen  wird neu geführt.

Der Stadtteil ist mit öffentlichem Verkehr gut erschlossen: zehn Buslinien halten auf der Sägerbrücke. Er liegt an der Kreuzung zweier Landesradrouten und ist fünf Fahrradminuten von der Bahnhaltestelle Schoren entfernt. Dieser Vorteil soll genützt werden, um einen verkehrsberuhigten Stadtteil zu schaffen mit Fuß- und Radwegen, einer Fußgängerbrücke oder Furt auf Höhe der jetzigen Brotfabrik und ein paar Stellplätzen für elektrisches Carsharing. Damit wird nicht nur im neuen Quartier Lebensqualität geschaffen sondern auch in den schönen, alten Siedlungen an der hinteren und vorderen Achmühle. 

Oberhalb der Achmühler Brücke beginnt die Freizeitmeile der Dornbirner Bevölkerung mit Karrenseilbahn, Waldbad Enz, Rappenloch und dem Luftkurort Ebnit, für den ebenfalls eine visionäre Entwicklung ansteht. Der Werkhof wird abgesiedelt, geplant ist ein Altstoffwirtschaftszentrum, am Stadtrand. Damit wird Platz für weitere Freizeitnutzungen geschaffen.​