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am 20. August 2020

Ein Sommer ohne Festspiele – eine Chance für eine mutige Kulturpolitik

Sandra Schoch - Schoch/Abbrederis: Wir brauchen dringend eine Grundsicherung für freie Kunstschaffende

Diese Woche finden in Bregenz die „Festtage im Festspielhaus“ statt. Es ist ein Sommer mit Minimalprogramm und vielen Herausforderungen. „Wir Grünen nehmen diese ungewöhnliche Situation zum Anlass, unsere kulturpolitische Haltung zu schärfen“, präsentiert Sandra Schoch die kulturpolitischen Schwerpunkte der Grünen Bregenz für die kommenden Jahre.

Mehr Budget für freie Kunstschaffende 

Kunst und Kultur seien für die positive Entwicklung einer Gesellschaft essentiell. Die Grünen Bregenz bekennen sich deshalb klar zu einer Erhöhung des Kulturbudgets. Diese zusätzlichen Mittel sollen den freien Kulturschaffenden zugutekommen. Sie würden wesentlich zur Vielfalt des Bregenzer Kulturlebens beitragen und seien besonders stark von der Corona-Krise betroffen, so die Grüne Bürgermeisterkandidatin. „Diese Krise ist im Herbst nicht vorüber. Freie Kunstschaffende brauchen dringend eine Perspektive. Angelehnt an das Modell der Grünen Wien Neubau wollen wir eine finanzielle Grundsicherung schaffen“, erläutert Schoch, „Hier braucht es nach der Gemeindewahl schnell eine gute Lösung.“

Neues Gesicht im Grünen Team – gut vernetzt in der Szene

Am neuen Programm maßgeblich mitgearbeitet hat Alexandra Abbrederis-Simpson: „Mich hat manches an der Kulturpolitik in Bregenz immer wieder frustriert. Sich über etwas zu ärgern, ist eine Sache, etwas zu verändern, aber eine ganz andere. Mit der Corona-Krise wurde mir klar, dass ich etwas tun will“, erzählt Alexandra Abbrederis-Simpson, die in Zukunft die Grüne Kulturpolitik vertreten wird. Sie ist in der Szene gut vernetzt, war selbst schon als Künstlerin aktiv und kennt die Herausforderungen bestens: „Grüne Kulturpolitik in den kommenden Jahren in Bregenz heißt auch verstärkt Nachwuchsförderung und Freiräume für künstlerische Experimente jenseits etablierter Angebote – auch im Sommer“, so Abbrederis-Simpson, und weiter: „Dafür braucht es Mittel und Räume.“

Neues Gesicht im Grünen Team: Alexandra Abbrederis-Simpson wird in Zukunft die Grüne Kulturpolitik vertreten

Bregenz Vorkloster als weiteres kulturelles Zentrum

Eingebettet in die Stadtteilentwicklung soll neben dem Bregenzer Zentrum und dem Festspielhaus in Bregenz Vorkloster rund um das Schöller Areal ein Ort für kulturelle Auseinandersetzungen entstehen. „Wir wissen, dass es für Kulturschaffende eine besonders herausfordernde Zeit ist. Mit unserem Programm zeigen wir, dass Grüne auch in der Kulturpolitik mutig in die Zukunft schreiten,“ so Schoch abschließend.