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am 13. Juni

„Es ist Zeit für Nägel mit Köpfen“

Sandra Schoch - Grüne Bregenz freuen sich über einstimmigen Beschluss für Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Bregenz

„Nach intensiver Analyse aller vorliegenden Verkehrsvarianten ist es nun sicher, dass wir diese Chance für Bregenz nutzen können und der neue Bahnhof gemeinsam mit den Projektpartnern der ÖBB und dem Land Vorarlberg umgesetzt wird!“, freut sich die Grüne Bregenzer Vizebürgermeisterin und Mobilitätsstadträtin Sandra Schoch über den einstimmigen Grundsatzbeschluss der Bregenzer Stadtvertretung.

Die beschlossene Variante ermögliche ein Zusammenwachsen der Stadtteile Vorkloster und Stadt Mitte, sei ausfinanziert und in intensiver Abstimmung mit Stadt, Land und ÖBB entwickelt worden. „Die neue Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Bregenz bietet ein attraktives Bus-Bahnhofsareal, überdacht mit einem luftigen Flugdach, moderne und attraktive Bahnsteige und eine neue Fußgängerunterführung“, führt Schoch aus.

Hell und breit werde diese Unterführung, mit einem attraktiven Zugang zur Seeseite. Zudem werde im Zuge des Umbaus auch die Hypo-Unterführung erneuert, die direkten Zugang zur Bahn bietet. „Im Fokus dieses Konzepts stand immer der Mensch und dieser nimmt die Angebote der sanften Mobilität an, wenn drei Dinge gewährleistet sind: kurze Wege, Taktdichte, Anschlussfähigkeit und keine Angsträume, wie lange Untertunnelungen“, ist sich Schoch sicher. 

Keine Verkehrsmauer quer durch Bregenz

„Die Verlegung der Stadtstraße parallel zur Bahn, wie in einem Alternativvorschlag geplant, hätte bedeutet, dass ein vier- bis fünf-spuriger Verkehrsknoten ähnlich der Bärenkreuzung in Feldkirch vor der Generali hätte errichtet werden müssen“, erklärt Schoch.

Die Grünen wollen keine Trennung der beiden Stadtteile Vorkloster und Stadtmitte durch eine Verkehrsmauer quer durch Bregenz. „Das finden wir unfair gegenüber den Menschen, die im Vorkloster leben. Dieser Preis ist zu hoch!“, betont Schoch.

Zudem erhalte der neue Bahnhof eine bereits vorbereitete Anbindung an das bestehende Fahrrad- und Fußwegenetz, der Abschnitt „Maggi-Areal“ wurde im Mai 2018 eröffnet und könne nun bis zum Bahnhof fortgeführt werden. „Wir konnten auch Sonderwünsche der Bevölkerung, wie Kiki-taugliche Lifte und den Erhalt der Rolltreppen bei den Bahnsteigen mit der ÖBB, ausverhandeln“, nennt Schoch zwei Beispiele.

Ein Rückbau der Straße in der S-Kurve mache zudem eine Begegnungszone als Übergang zwischen Bahnhof und der Innenstadt möglich. „FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen werden dadurch zu gleichberechtigten VerkehrsteilnehmerInnen – eine Haltung, die wir bereits an vielen Straßenbereichen in Bregenz leben“, ist Schoch überzeugt.

Die Grünen Bregenz wollen die Vision einer menschengerechten Stadt mit sanfter Mobilität realisieren. „Es gibt eine Zeit der intensiven Analyse und es gibt eine Zeit der Umsetzung. Wir wollen den Zug der Zeit nutzen und nicht nur hinterher winken. Das ist uns mit diesem Konzept gelungen!“, schließt Schoch.​