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am 14. März

Es zählt Fairness und Vernunft!

Katharina Wiesflecker, Nina Tomaselli - Grüne fordern: Gemeinnützige Wohnungen für die, die sie brauchen!

„Die soziale Situation und der Ernst der Lage einer Familie muss bei der Vergabe von gemeinnützigen Wohnungen im Vordergrund stehen. Das ist nicht nur fair, sondern auch grundvernünftig“, mahnt Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker einen verantwortungsvollen Umgang mit den Wohnungsvergaben ein. „Menschen mit hohen finanziellen Herausforderungen sollen im steuergeldfinanzierten Wohnbau besondere Berücksichtigung finden. Damit können wir die Sozialausgaben minimieren“, rechnet Wiesflecker vor.

Vorarlberg sei ein Miethochpreisland, die Belastungen im Bereich Wohnen in den öffentlichen Budgets seien daher besonders hoch. „In der Vorarlberger Mindestsicherung gehen rund 40 Prozent für die Abdeckung des Wohnbedarfs drauf. Wesentlich für die Kostendämpfung im Sozialfonds sind also günstige Mieten. Und die bekommt man faktisch nur noch im gemeinnützigen Wohnbau“, erläutert die Grünpolitikerin und verweist auf die Empfehlung im Prüfbericht der Wohnbauförderungsabteilung zu den Wohnungsvergaben. Darin heiße es: „Aus öffentlichem Interesse zur Reduzierung der Sozialausgaben sollten diese Gruppen (Anmk. BezieherInnen von Mindestsicherung und Wohnbeihilfe) besonders berücksichtig werden.“

"Die Situation am Wohnungsmarkt lässt sich zudem mit einem Schlag entschärfen, wenn die Wohnbeihilfe alle bekommen, denen sie auch zusteht“, ergänzt die grüne Wohnbausprecherin Nina Tomaselli. 2.476 würden laut Prüfbericht laut Einkommen Wohnbeihilfe zustehen, aber nur gut 20 Prozent würde sie auch tatsächlich beziehen. „Das deutet auf einen krassen Systemfehler hin: Sowohl bei der Wohnbeihilferichtlinie als auch bei der Beratung in den Gemeinden!“, bringt es Tomaselli auf den Punkt. Für sie sei sonnenklar, dass man die Wohnberatung auf neue Füße stellen müsse.

„Für uns zählt der Grundsatz: Je dringlicher die soziale Situation, desto eher muss man eine Wohnung bekommen. Alles andere benachteiligt diejenigen, die die Wohnung dringend brauchen“, so Wiesflecker und Tomaselli abschließend.​