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am 20. Februar

Fahrrad im Nahverkehr stärken

Sandra Schoch - Verkehrsstadträtin Sandra Schoch informiert - Teil 4

"Wir sind nicht nur Landeshauptstadt, sondern auch Radhauptstadt", verweist Verkehrs- und Planungsstadträtin Sandra Schoch auf den Spitzenwert von 20% Radanteil für Bregenz. In keiner Stadt in Vorarlberg werden in Alltag und Freizeit mehr Wege mit dem Rad zurückgelegt.

"Bregenz kann noch mehr", ist Schoch überzeugt. Die Verkehrsbelastungen können v. a. im Nahverkehr maßgeblich reduziert werden. Bei Fahrten mit Ausgangspunkt oder Ziel in Bregenz ist das Fahrrad eine ernstzunehmende Alternative zum PKW. Das muss die Politik bei allen Planungsprozessen berücksichtigen.

"Radfahren unterstützt die Gesundheit, stärkt die Ortskerne und ermöglicht selbstbestimmte Mobilität bis ins hohe Alter", wirbt die Stadträtin für die Nutzung des Fahrrads. Besonderes Augenmerk gelte den radfahrenden BerufspendlerInnen. Deren Anteil solle erhöht werden, um die Bevölkerung von Lärm und Emissionen des Autoverkehrs zu entlasten.

"Außerdem leistet das Rad einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz", hält Schoch fest. Um die Klimaziele zu erreichen, dürften die Gemeinden die Potentiale des Fahrrads nicht unterschätzen.

Deshalb werde heuer das Radwege- und FußgängerInnenkonzept aus dem Jahr 2006 überarbeitet. Aktuell wird die Evaluierung des Konzepts vorbereitet. "Besonders wichtig ist es uns Grünen dabei, die RadfahrerInnen - die ExpertInnen der Straße - einzubeziehen."

Die grüne Vizebürgermeisterin nennt die Eckpunkte der Bregenzer Radverkehrsstrategie:

· Verbesserungen und Lückenschlüsse im Radwegenetz,

· optimale Verbindungen und Abstellanlagen beim   Bahnhofsneubau,

· Radkomfort bei den Quartiersentwicklungen Mariahilf und   Leutbühel einplanen,

· neue Angebote wie kostengünstige Fahrradboxen im   Stadtzentrum,

· zusätzliche Servicestationen und öffentliche Radpumpen,

· überdachte Abstellanlagen.

Mit solchen Maßnahmen solle der Umstieg bzw. die vermehrte Nutzung des Fahrrads im Alltag unterstützt werden.

"Verkehrssicherheit ist für RadfahrerInnen besonders wichtig", so Schoch. Daher setze sie sich für breite Radwege und die umsichtige Bearbeitung von Nutzungskonflikten bei Planungen ein.

Das Rad eignet sich auch als Transportmittel, ist die Stadträtin überzeugt. Die Tauglichkeit von Fahrräder für tägliche Einkäufe und Transporte sollte verbessert werden. Der plan b-Trolley, der für Fußgängerinnen und RadfahrerInnen gleichermaßen Vorteile bringt, ist ein erster Schritt in diese Richtung.

"Das Fahrrad hat ein riesiges Potential, das wir systematisch heben wollen", fasst Schoch zusammen.