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am 6. Oktober

Frauengesundheitstag zum Thema Selbstbestimmung über den eigenen Körper

Katharina Wiesflecker - "Let’s talk about… Frauengesundheit zwischen selbstbestimmter Sexualität, der ‚perfekten‘ Schwangerschaft und Wunschkind"

Unter dem Titel „Let’s talk about… Frauengesundheit zwischen selbstbestimmter Sexualität, der ‚perfekten‘ Schwangerschaft und Wunschkind“ hat der Funktionsbereich Frauen und Gleichstellung im Amt der Landesregierung mit der femail Fachstelle Frauengesundheit am Dienstag, 6. Oktober, zum mittlerweile 4. Frauengesundheitstag Vorarlberg geladen. „Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist eine zentrale Forderung der Frauengesundheitsbewegung und auch in den Menschenrechten verankert“, sagte Landesrätin Katharina Wiesflecker bei der Eröffnung. Das Infragestellen der vorwiegenden männlichen ärztlichen Autorität, die Forderung nach Aufklärung und Wissen sowie die Anerkennung als Expertinnen für den eigenen Körper seien maßgebliche Errungenschaften für die Gesundheit von Frauen, betonte auch Landesrätin Martina Rüscher: „So können wir wichtige Themen in diesem Zusammenhang und selbstbestimmte Entscheidungen darüber ins Zentrum rücken.“

Interessierte Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen hatten die Möglichkeit, entweder vor Ort im Feldkircher Montforthaus oder online – via Livestream – teilzunehmen. Dieses hybride Veranstaltungskonzept wurde gut angenommen. „Es freut uns sehr, dass es gelungen ist, trotz der Einschränkungen durch die Pandemie namhafte Expertinnen der Frauengesundheit nach Vorarlberg zu holen“, so Landesrätin Wiesflecker.

Im Programm waren Vortragende aus Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz vertreten. Sylvia Groth eröffnete den Teilnehmenden wesentliche historische Einblicke in Sachen Frauengesundheit und gab aktuelle Anstöße. Professorin Sibil Tschudin, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und Präsidentin der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe, beleuchtete in ihrem Vortrag die aktuellen Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin, aber auch wie Frauen und Paare optimal begleitet und betreut werden können.

Auch dieses Jahr orientierte sich die Themenwahl am Aktionsplan Frauengesundheit. „Es geht um Gesundheitskompetenz und darum, gesundes Leben für Frauen aus möglichst vielen Seiten über das ganze Leben zu ermöglichen. Hier zeigt sich, wie wichtig die ressortübergreifende Zusammenarbeit ist – wir ziehen dabei an einen Strang“, zeigten sich die Landesrätinnen Rüscher und Wiesflecker einig.