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am 10. Oktober

Gemeinden arbeiten an Radwege-Konzept durch das Lauteracher Ried

Johannes Rauch - Investitionen in den Radverkehr lohnen sich

Gerade die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinden rund um das Lauteracher Ried steigen gerne um auf das Fahrrad. „Die Investitionen der Gemeinden, des Landes und auch der Betriebe ermöglichten es, den Radverkehrsanteil im betroffenen Gebiet auf 22 Prozent zu steigern“, informiert Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. Jetzt sollen für den Alltagsradverkehr akzeptable Verbindungen durch das Ried geschaffen werden. Die konkrete Routenplanung hat begonnen, Ergebnisse werden im Herbst 2018 erwartet.

Weitere Medien dazu finden Sie unter http://presse.cnv.at/land/dist/vlk-55157.html

In den Gemeinden rund um das Lauteracher Ried fährt jede/r Bewohner/in im Schnitt ein Mal am Tag mit dem Fahrrad. Durch die Entwicklung neuer Betriebsgebiete werden zudem immer mehr Arbeitsplätze mit dem Fahrrad erreichbar – Rauch: „Etwa zwei Drittel der Beschäftigten wohnen bereits heute in einer Fahrraddistanz von weniger als zehn Kilometer von der Arbeitsstätte entfernt.“ Die Durchquerung des Rieds mit dem Fahrrad ist im Alltagsradverkehr aber nur erschwert möglich. Es müssen entweder große Umwege in Kauf genommen oder stark befahrene Landesstraßen mitgenutzt werden. Viele Radwege sind nicht staubfrei und deshalb bei schlechtem Wetter und bei Schnee schlecht befahrbar.

Die Gemeinden Lauterach, Lustenau, Hard, Höchst, Wolfurt, Fußach, Gaißau, Schwarzach und Dornbirn haben daher vor über einem Jahr eine Petition an das Land Vorarlberg gestellt mit dem Anliegen, für den Alltagsradverkehr akzeptable Verbindungen durch das Ried zu schaffen.

Die Landesregierung hat im Frühsommer dieses Jahres  gemeinsam mit den Gemeinden einen Planungsprozess gestartet, bei dem Vorschläge für eine möglichst alltagstaugliche Radroute durch das Ried kooperativ – unter Einbeziehung aller Interessen – entwickelt werden soll. Federführend wird dieser Planungsprozess von der Marktgemeinde Lauterach organisiert und von den Büros Rosinak & Partner aus Wien, Revital aus Osttirol und Planoptimo aus Tirol begleitet. „Bei den Planungen zu Alltagsradrouten durchs Ried geht es vor allem um die sensible Natursituation im Natura 2000 Gebiet, aber vor allem auch um Interessen der Landwirtschaft und anderer Nutzergruppen“, betont Landesrat Rauch.

Konkrete Routenplanungen

Die Gemeinden haben sich im Juni 2017 zum ersten Mal getroffen, um über die Planungsziele zu diskutieren und den Planungsraum abzugrenzen. Im Sommer fanden Gespräche mit einzelnen AkteurInnen statt. Das Planungsteam wird in den nächsten Monaten konkrete Routenplanungen in Angriff nehmen, die naturräumlichen Wirkungen ermitteln und die Machbarkeit von Alltagsradrouten durch das Lauteracher Ried beurteilen. Die Zwischenergebnisse werden laufend mit den im Planungsprozess beteiligten AkteurInnen diskutiert. Der Planungsprozess dauert etwa ein Jahr – die Ergebnisse werden für Herbst 2018 erwartet.


Herausgegeben von der Landespressestelle Vorarlberg
Amt der Vorarlberger Landesregierung​