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am 15. November

Gewaltschutz im Fokus der Landesfrauenreferentinnenkonferenz

Katharina Wiesflecker - Landesrätin Wiesflecker begrüßt regelmäßigen Bund-Länder-Dialog

Pandemiebedingt fand die Landesfrauenreferentinnenkonferenz unter Vorsitz Tirols am Freitag, 12. November, online statt. Dabei wurden mehrere einstimmige Beschlüsse zum Thema Gewaltschutz für Frauen getroffen, unter anderem soll es künftig einen regelmäßigen Austausch zwischen den Ländern und dem Bund im Rahmen eines Gewaltschutz-Dialogs geben. „Eine gute Abstimmung bei den Maßnahmen für einen effektiven Gewaltschutz halte ich für wichtig, damit es keine Doppelgleisigkeiten gibt und wir auch wirklich zielführende Ergebnisse erreichen“, begrüßt Landesrätin Katharina Wiesflecker diesen Beschluss.

Weitere Beschlüsse betrafen die verstärkte Präventionsarbeit, insbesondere auch in der Bubenarbeit, die finanzielle Absicherung der Mädchen- und Frauenberatungsstellen, muttersprachliche Beratung durch DolmetscherInnen in den Beratungsstellen und die ausreichende Sicherstellung von psychotherapeutischen Leistungen. „Außerdem halten wir es für dringend nötig, dass in der Exekutive, aber auch in den Gesundheits- und in den pädagogischen Berufen, das Thema verpflichtend in den Aus- und Fortbildungen verankert wird“, sagt Wiesflecker.

Zweites zentrales Thema der Konferenz waren die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern und damit zusammenhängend die ungleiche Verteilung der Familien- und Sorgearbeit zu Lasten der Frauen. „Auf Antrag Vorarlbergs wurde die zuständige Bundesministerin Susanne Raab aufgefordert, in einer Arbeitsgruppe mit den Sozialpartnern und FachexpertInnen auszuloten, inwiefern die Arbeit von Frauen und Männern unterschiedlich bewertet wird“, erläutert dazu Landesrätin Wiesflecker. Anreize für die Väterkarenz und Informationen zu Elternteilzeit sollen dazu beitragen, dass die Familienarbeit partnerschaftlich aufgeteilt wird und es auch dadurch Frauen besser gelingt, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Abschließend wandten sich die Landesrätinnen mit der Bitte an die Ministerin, für die Gruppe der Alleinerziehenden – in der Mehrheit Mütter – Maßnahmen zur Entlastung zu ergreifen, in einem ersten Schritt ist die Unterhaltsgarantie essentiell. „Wir wissen, dass die Pandemie gerade für alleinerziehende Elternteile enorm beanspruchend ist, umso wichtiger ist, dass wenigstens die finanzielle Absicherung geregelt ist“, so Landesrätin Katharina Wiesflecker abschließend.