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am 20. Dezember 2018

Grün wirkt in Dornbirn

Juliane Alton - Was konnten wir 2018 erreichen?

Grün wirkt in Dornbirn. Was konnten wir 2018 erreichen?

1. Bäume

Zu Jahresbeginn konnte per Stadtratsbeschluss die Erarbeitung eines Baumschutzkonzepts beauftragt werden. Traurige Anlässe gab es mehr als genug. Auf den Baustellen Volksschule Haselstauden und Bibliothek konnten wir je zwei große Bäume vor dem sicheren Ende bewahren (Thuje, Linde, Birke und Ahorn). Dafür hat es viele Interventionen gebraucht!

Neben der Hatler Kirche wurden dafür Obstbäume gesetzt, ein neuer Apfelbaum bei der Mittelschule Lustenauerstraße. Der Ankauf von Hochstammobstbäumen durch Private wird finanziell unterstützt.

Insgesamt wurden 2018 rund 90 neue Bäume im Stadtgebiet gesetzt. Eine Richtlinie zum Baumschutz, insbesondere auf Baustellen wird im 1. Quartal 2019 beschlossen werden. Sorgen bereitet uns im Moment die Baustelle Campingplatz, hoffentlich kam unsere Intervention nicht zu spät.​

Birke bei der Baustelle Bibliothek - endlich mit Holzzaun
2. Naturschutz

Die Stadt Dornbirn besitzt viele Grundstücke, darunter die Landwirtschaftsflächen von Martinsruh. Jetzt ist eine Mehrheit für eine Neuverpachtung des Gutshofes als Bio-Betrieb 2020 klar. Für diese 42 Hektar Boden können 2019 schon Naturschutzmaßnahmen erarbeitet werden. 

Das gilt auch für weitere Grundstücke im Gebiet an der Ach, dafür sind jetzt Mittel budgetiert. Da können z.B. Blühstreifen oder Tümpel angelegt werden, wie die geschützte Gelbbauchunke sie beispielsweise braucht. Natürlich wurden auch weitere Blühflächen eingerichtet, z.B. an der Schmelzhütterstraße auf Höhe der Fahrradbrücke, um vor allem die Insektenvielfalt zu erhalten. Es ist wichtig, dass künftig weniger gemäht und gemulcht sowie mehr magere Flächen angelegt werden. Diese entwickeln sich zu Oasen der Vielfalt mit mehreren hundert Wildbienen und anderen Insektenarten.​

Die seltene Sumpf-Siegwurz
3. Stadtentwicklung und Mobilität

​Die Förderung für Fahrradanhänger und Lastenfahrräder wird angehoben auf 600,- Euro für E-Lastenräder. Auch Vereine und Betriebe kommen in den Genuss der Förderung.

Dass das Bahnhofsquartier mit einem guten Konzept entwickelt werden muss stellt grundsätzlich niemand mehr in Frage. Allerdings ist der Weg bis zu einem "Bahnhof der Zukunft" noch steinig und mühsam. 

Die Begegnungszone in der Jahngasse wird keine markierten Parkplätze haben. Ursprünglich waren sowohl hinter der Volksschule als auch bei der Bibliothek welche geplant. Die Zufahrt zur Volksschule Schoren von der Lustenauerstraße konnte endlich zeitlich eingeschränkt werden.​

Beliebtes, leichtgängiges Lastenrad Bakfiets
4. Abfallvermeidung

Das Brückenfest fand erstmals ohne Wegwerfbecher und -flaschen statt, das konnten wir mit der Mohrenbrauerei vereinbaren. Künftig sind alle Veranstalter im öffentlichen Raum angehalten, Abfälle getrennt zu sammeln und die Regeln von "G'hörig Feschta" zu beachten. 

Insbesondere die Sportvereine werden in diesem Sinn beraten. Der Neujahrsempfang der Bürgermeisterin findet erstmals als "Green Meeting" statt.​

Braumeister, Marketing-Frau und Stadträtin am Brückenfest
5. Junge Initiativen werden gefördert

Die "Essbare Stadt Dornbirn" arbeitet daran, unser gesamtes Stadtgebiet als Garten zu sehen. Geplant sind viele Beete, die von allen Bürger/innen gepflegt und genutzt werden können, aber auch fruchttragende Sträucher und Bäume in den Stadtgärten soll es vermehrt geben. Diese Initiative wird über das städtische Budget und auch privat von uns gefördert, zusätzlich läuft auch noch eine Crowdfundingkampagne.

Gleiches gilt für die Initiative "Offener Kühlschrank", der sich in der Stadtbücherei großer Beliebtheit erfreut. Wer zu viel gekocht hat, wer Einkäufe vor einer Reise noch loswerden will, wer seine Jause vergessen hat... geht zum Offenen Kühlschrank.​

Präsentation des Offenen Kühlschranks in der Stadbibliothek
6. Highlight: Wir haben einen Mädchentreff

Anfang September 2018 wurden endlich die neuen Räume in der Bergmannstraße bezogen und die Pilotphase gestartet. Wir sind zuversichtlich, dass der Mädchentreff ein sehr stärkender Ort für junge Frauen werden wird. Damit bekommen insbesondere Mädchen, die sich sonst nur im familiären Umfeld bewegen, auch anderweitige Kontakte, die auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben hilfreich sind.


Danke allen, die mitgewirkt haben!​