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am 19. Juni

Grüne Bregenz für autofreie Innenstadt

Sandra Schoch - Schoch: Keine Schleichwege mehr durch das Bregenzer Zentrum. Die Innenstadt gehört den Menschen, nicht den Motoren

„Bregenz ist bereit für eine autofreie Innenstadt“, fordert die Grüne Verkehrsstadträtin und Vizebürgermeisterin Sandra Schoch die Ausweitung der Fußgängerzone auf die Anton-Schneider-Straße, die Rathausstraße, den unteren Teil der Kirchstraße und die Römerstraße.

Mailand, Madrid, London, Wien – der Trend gehe in Österreich und ganz Europa in Richtung autofreie Innenstädte. Gerade die Coronakrise habe gezeigt, dass sich weniger Autoverkehr positiv auf das Wohlbefinden der Menschen auswirke und wie damit mehr Lebensqualität in die Stadt einziehe, so Schoch. “Immer mehr Menschen wollen den Vorrang für die Autos im Alltag einfach nicht mehr akzeptieren“, verweist Schoch auf die Erfahrungen in der Anton-Schneider-Straße: „Die Menschen schätzen die seit kurzem umgesetzte temporäre Fußgängerzone und erobern den öffentlichen Raum zurück. Die Gastbetriebe machen positive Erfahrungen und wünschen sich eine Ausweitung der bislang befristeten Verordnung“, betont Schoch die Vorteile . 

Keine Schleichwege mehr durch die Innenstadt

„Die Schengen-Kontrollen an der deutschen Grenze haben in den letzten Tagen zu Ausweichverkehr und zu einer großen Belastung für die Kernzone von Bregenz geführt“, schildert die Vizebürgermeisterin die Situation in der Hauptstadt. Der motorisierte Verkehr könne außerhalb des Stadtkerns auf den Landesstraßen gut fließen, aber die Innenstadt gehöre den Menschen, nicht den Motoren, stellt sie klar. Die Schleichwege durch das Zentrum müssten ein für alle Mal unterbunden werden. Anrainer*innen, Menschen mit Behinderung, Taxis und Zubringerverkehr sollen jedoch nach wie vor zufahren können.

Verkehr als Belastung für das Klima und die Gesundheit

„Wer die Klimakrise ernst nimmt, muss jetzt verkehrspolitisch mutig handeln“, ist die Bürgermeisterkandidatin der Grünen Bregenz überzeugt. Der Stau durch die Stadt, etwa auf dem Schleichweg durch Kirch- und Römerstraße, der insbesondere genutzt werde, wenn auf der Autobahn nichts mehr weitergeht, sei nicht zuletzt auch ein gesundheitliches Risiko für die Anrainer*innen. Eine autofreie Zone hingegen bedeute weniger CO2-Ausstoß, weniger gesundheitsbelastende Abgase und weniger Lärm.

„Für die Fußgängerzone sind keine baulichen Maßnahmen notwendig. Es reicht ein bisschen Mut und eine Verordnung“, zeigt sich Schoch optimistisch für eine Umsetzung.