gruene.at
Navigation:
am 5. Dezember

IKEA: Bürgermeister weicht erneut entscheidender Frage aus

Daniel Zadra - Will die ÖVP tausende zusätzliche Autos in Lustenau in Kauf nehmen?

„Bürgermeister Kurt Fischer weicht erneut der entscheidenden Frage, ob er bis zu 10.000 zusätzliche Autos an Spitzentagen in Lustenau als Preis für die Ansiedelung eines Möbelhauses in Kauf nehmen will, aus“, so der grüne Landtagsabgeordnete Daniel Zadra.

Nur der Bürgerinitiative Lebenswertes Lustenau, die am Montag einen Antrag auf Volksabstimmung eingebracht hat, sei es zu verdanken, dass endlich die wichtigen Fragestellungen wie Verkehr und alternative Optionen öffentlich diskutiert werden.

„Der Vorwurf, die Volksabstimmung sei zu früh, ist geradezu absurd. Die ÖVP hat mit ihrer absoluten Mehrheit den Kaufvertrag mit IKEA durchgeboxt, und im Land sind mit historisch knappem Votum die Entscheidungen bereits gefallen“, erinnert Zadra Bürgermeister Fischer an den bisherigen Verlauf.

„Seit rund zwei Jahren versuchen wir Grüne endlich Transparenz in diese Sache zu bringen, um eine faktenorientierte Entscheidung herbeiführen zu können. Doch bis heute liegt noch nicht einmal ein belastbares Verkehrskonzept vor, was für die Lustenauer Bevölkerung eindeutig eine Schlüsselfrage ist“, führt der grüne Landtagsabgeordnete aus.

Stau

ÖVP-Landesrat Erich Schwärzler zeigt was eine klare Haltung ist

Laut Zadra gebe es zum Glück auch ÖVP-Vertreter, die eine klare Meinung öffentlich vertreten. Dies sei unter anderem Landwirtschaftslandesrat Ing. Erich Schwärzler, der in der Landeregierung trotz Gegenwind gegen eine IKEA-Ansiedelung votiert hat und mit der öffentlichen Aussage „ich bin innerlich überzeugt, dass es keinen IKEA in Vorarlberg braucht. Es kann nicht sein, dass man Großkonzernen einfach gibt, was sie wollen“  für Aufsehen sorgte.

 

Die 24.368 m2 Fläche seien zu kostbar, um sie ohne Alternativenprüfung zu verscherbeln.

„Machen wir endlich den Vergleich und entwickeln ein Alternativprojekt, das mehr Arbeitsplätze, mehr Kommunalsteuer und weniger Verkehr erzeugt“, so Zadra.

Das Beispiel Wolfurt zeige, was möglich sei. „Wolfurt hat sich für eine Alternative zu IKEA entschieden, und auf kleinerer Fläche sind so über 400 Arbeitsplätze bei Haberkorn entstanden. Ich bin mir sicher, dass das Lustenau gemeinsam auch gelingt“, schließt Zadra.