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am 24. März

Kinderbetreuung für alle!

Karin Fritz - Neues Tarifmodell gewährleistet Leistbarkeit und Qualität

In der Stadtvertretungssitzung gestern am 23. März wurden die neuen Tarife für die Kinderbetreuung, den Kindergarten und die SchülerInnenbetreuung einstimmig beschlossen. „Damit stellen wir sicher, dass Kinderbetreuung für alle leistbar ist und höchste Qualität gewährleistet wird“, freut sich die Grüne Bildungsstadträtin Karin Fritz. Das neue Tarifmodell sei ein wichtiger Schritt, um allen Kindern die gleichen Startchancen zu gewähren.

„Durch die soziale Staffelung der Kinderbetreuungsbeiträge zahlen Familien mit geringem Einkommen künftig deutlich weniger für die Kinderbetreuung. Familien, die Mindestsicherung oder Wohnbeihilfe beziehen, zahlen nur 20 Euro für eine halbtägige und 40 Euro für eine ganztägige Betreuung monatlich. Das ist eine deutliche Entlastung für Jungfamilien und Alleinerziehende. Wir gehen davon aus, dass nun alle Familien das Betreuungsangebot nützen können", so Karin Fritz.

Das neue Tarifmodell stelle sicher, dass die hohe Qualität bei der Kinderbetreuung gewährleistet werden kann. „Jeder einzelne Euro von den Elternbeiträgen kommt den Kindern zu Gute. Hoch qualifizierte Pädagoginnen kümmern sch in kleinen Gruppen um die Kinder“, betont Fritz. Nach diesem Prinzip richte sich auch das neue Tarifmodell. „Die Betreuung für ganz kleine Kinder bedeutet natürlich einen größeren Aufwand. Die Elternbeiträge für Einjährige sind daher auch höher als die für Dreijährige“, so Fritz.

In Bludenz habe man darauf geachtet, dass die dadurch erforderlichen Preisanpassungen im leistbaren Bereich bleiben. „In der Praxis bedeutet das: Die Elternbeiträge für die Einjährigen werden nach den Vorgaben der Qualitätssicherung erhöht, die Beiträge für ein zweijähriges Kind bleiben annähernd gleich, und für Dreijährige zahlen Eltern künftig deutlich weniger“, so Fritz.

Die Stadt Bludenz gibt jährlich rund 1,3 Millionen Euro für die verlässliche und leistbare Kleinkindbetreuung und Kindergärten aus. Sie finanziert zudem eine Ferienbetreuung im Sommer über 8 Wochen für Kindergarten- und Schulkinder. „Damit entlasten wir berufstätige Eltern und fördern die Kleinen bestmöglich und altersgerecht“, so Fritz.

Freilich wäre eine komplett kostenfreie Betreuung der Kinder bis zu 6 Jahren wünschenswert. Das könne die Gemeinde aber nicht finanzieren, ohne bei der Qualität der Kinderbetreuung Abstriche zu machen. „Hier müssten Mittel vom Bund aufgebracht werden, dafür gibt es jedoch derzeit keinerlei Anzeichen“, schließt Fritz.