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am 22. Februar

"Kommt überhaupt nicht in Frage"

Sandra Schoch - Grüne erteilen Casino-Parkplatz klare Absage

"Eine solche Verschandelung der Seeanlagen kommt für uns überhaupt nicht in Frage", erteilt die Bregenzer Stadträtin für Stadtplanung und Verkehr Sandra Schoch dem Vorhaben des Spielcasinos, seeseitig des Bahnhofs auf städtischem Grund eine Parkgarage zu errichten, eine unmissverständliche Absage.

"Das haben wir dem Casino-Geschäftsführer bereits im vergangenen Dezember so mitgeteilt", hält die grüne Vizebürgermeisterin fest. Der Gestaltungsbeirat habe das Projekt zweimal beurteilt und in ungewöhnlich klaren Worten abgelehnt, denn er hält an diesem Ort überhaupt kein Bauwerk für genehmigungsfähig.

"Die Empfehlungen des Gestaltungsbeirat haben für uns einen sehr hohen Stellenwert", hält Schoch fest. Fachlichkeit sei ein hohes Gut und müsse bei der Vorbereitung politischer Entscheidungen sehr sorgfältig beachtet werden. Alles andere führe zu Willkür.

Die Stadträtin wehrt sich gegen den Lobbydruck des Casinos, das die Spielbankenabgabe, zu der es gesetzlich verpflichtet ist, als besondere Leistung für die Stadt darstelle und dafür Gegenleistungen erwarte.

Es gebe am See genügend Parkplätze, deren Nutzung auch den Casino-Kunden zumutbar sei. Die grüne Vizebürgermeisterin verweist auch auf die Tatsache, dass der Gestaltungsbeirat gegen eine unterirdische Ausweitung des Parkplatzesgebots keinen Einwand erhoben hat. Es gebe auch andere Möglichkeiten wie die Einrichtung eines Shuttle-Service, wie das andernorts gang und gäbe ist. "In Bregenz gibt es abends in vielen Garagen genügend Platz, der mit einem Shuttle-Dienst genutzt werden könnte."

"Ich erwarte mir als zuständige Stadträtin, dass das Casino unsere Vorgaben zur Kenntnis nimmt und sich Alternativen überlegt", fordert Schoch.