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am 18. Dezember 2018

LR Rauch übergibt Forderungen der Sonntagsdemonstration an RegierungskollegInnen

Johannes Rauch - „Gelebte Nächstenliebe ist eine Frage der Haltung“

Landesrat Johannes Rauch hat heute den RegierungskollegInnen der ÖVP die Forderungen der Sonntagsdemonstrations-TeilnehmerInnen überreicht. Seit knapp zwei Monaten finden in Vorarlberg regelmäßig an Sonntagen Demonstrationen für ein menschliches Fremden- und Asylrecht statt. Am vergangenen Sonntag waren alle Parteien von den OrganisatorInnen eingeladen worden, daran teilzunehmen.

Johannes Rauch hat am Sonntag die Demonstration in Hohenems besucht und dort von den VeranstalterInnen die Forderungen überreicht bekommen. Da seitens der ÖVP niemand vor Ort war, hat Landesrat Rauch zugesagt, die Forderungen an seine RegierungskollegInnen weiterzugeben. Heute hat er im Rahmen der Regierungssitzung diese dann an die anderen Mitglieder der Landesregierung übergeben. Diese haben sie zur Kenntnis genommen.

LR Rauch: „Persönlich kann ich die Forderungen alle bestens nachvollziehen und unterstützte sie gerne. Auch ich halte es für dringend notwendig, dass bestens integrierte Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten, ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten sollen. Auch bin ich dafür, dass die Kompetenz zur Entscheidung eines humanitären Bleiberechts wieder nach Vorarlberg kommen muss. Die derzeitige Situation, dass in Wien entschieden wird, wer in Vorarlberg bleiben darf, halte ich für widersinnig. Wir vor Ort wissen besser über die Integration der Betroffenen Bescheid. Das Abputzen an der weisungsgebundenen Beamtenschaft, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz es vor kurzem bei seinem Besuch in Vorarlberg gemacht hat, ist letztklassig. Wir tragen gerne in Vorarlberg die Verantwortung, wenn wir auch die Entscheidungshoheit bekommen, aber nicht, wenn es keinerlei Möglichkeit gibt, für uns Einfluss zu nehmen.“

Kommenden Sonntag, den 23. Dezember, findet ab 17 Uhr am Schlossplatz in Hohenems ein Lichtermeer statt, zu welchem alle herzlich eingeladen sind. „Auch für mich ist es selbstverständlich, dass ich dort teilnehme. Gelebte Nächstenliebe ist eine Frage der Haltung – nicht nur an Weihnachten, aber besonders dann!“, so Landesrat Rauch. „Um es in den Worten von Jean Améry zu sagen: `Man muss Heimat haben, um sie nicht nötig zu haben`. Wir können den geflüchteten Menschen ihre alte Heimat nicht ersetzen, wir können Ihnen aber die Hand reichen und sie in unserer Mitte willkommen heißen“, so Johannes Rauch.  ​