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am 21. Dezember 2020

LR Rauch: „Vorrang für erneuerbare Energieträger“

Johannes Rauch - Landesregierung stellt für zwei Biomasse-Nahwärmeprojekte in Dornbirn und Damüls eine Unterstützung im Gesamtumfang von über 815.000 Euro in Aussicht

Für sein ambitioniertes Ziel der Energieautonomie bis 2050 setzt Vorarlberg neben einem sparsamen, effizienten Energieeinsatz weiter gezielt auf eine verstärkte Nutzung von umweltschonenden, in der heimischen Natur verfügbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Biomasse und Biogas sowie Sonnenenergie. Für zwei Biomasse-Nahwärmeprojekte, die in Dornbirn und Damüls umgesetzt werden, hat die Landesregierung Beiträge in Gesamthöhe von über 815.000 Euro in Aussicht gestellt. Weitere 1,22 Millionen Euro sind dankenswerterweise von Bundesseite zugesagt worden.

Mit der Energieautonomie habe sich Vorarlberg eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung zum Ziel gesetzt. Schon über 40 Prozent des Energiebedarfs kann Vorarlberg laut Energie- und Monitoringbericht 2020 aus Wasserkraft, Biomasse und Sonnenenergie abdecken. 2005 lag dieser Anteil noch bei rund 33 Prozent.​

Ausbautempo wird weiter erhöht

Ausgeschöpft ist das gesamte Potenzial der erneuerbaren Energie damit aber nicht, wie Landesrat Rauch betont. Beim Ausbau wird jetzt sogar noch mehr aufs Tempo gedrückt. Biomasse ist ein zentraler Baustein für das angestrebte Energieautonomie-Ziel Vorarlbergs bis zum Jahr 2050. Daneben können Vorarlbergs Land- und Forstwirte ein zusätzliches Einkommen lukrieren, wobei durch die Forststrategie gewährleistet ist, dass dem Wald nur so viel Holz entnommen wird, wie auch wieder nachwächst. Aktuell wird in Vorarlbergs Wäldern jedes Jahr weniger Holz geschlagen wie jährlich nachwächst. Neben dem Aspekt der Wertschöpfung, die damit im Lande bleibt, wird die Abhängigkeit von Energieimporten verringert. Positiv auf die Klimabilanz wirken sich die kurzen Transportwege aus. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Arbeitsplätze, die direkt und indirekt mit den heimischen erneuerbaren Energieträgern gesichert und neu geschaffen werden, verdeutlichen Wallner und Rauch.

Landesunterstützung für zwei Projekte

In Dornbirn erweitert das Unternehmen Hilbe Nahwärme das Nahwärme-Leitungsnetz und errichtet eine neue Heizzentrale in der Nähe des Bahnhofs. 80 gewerbliche, private und öffentliche Abnehmer sollen zusätzlich ans Netz angeschlossen und mit Wärmeenergie versorgt werden. Als Brennstoff gelangt – zu 80 Prozent – regionales Waldhackgut zum Einsatz, außerdem Sägerestholz. Hochwertige und moderne Filteranlagen sorgen für eine schadstoffarme Verbrennung – „auch hier steht der Umweltgedanke im Vordergrund“, betont Landesrat Rauch.

Um einen Pufferspeicher, einen Elektrofilter und eine neu konzipierte Kondensations- und Netzpumpenanlage wird das Biomasseheizwerk in Damüls erweitert. Gleichzeitig werden im Zuge des Modernisierungsprojekts Regelung und Steuerung optimiert. Der Jahresnutzungsgrad des Biomassekessels lässt sich so von heute 84 Prozent auf künftig 95 Prozent steigern. Durch die Maßnahmen wird der Biomasse-Einsatz zurückgehen und auch der jährliche Stromverbrauch wird sinken. An das Biomasseheizwerk in Damüls sind insgesamt über 70 Abnehmer angeschlossen.