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am 18. September

Umbau von Kirchstraße und Römerstraße beginnt

Sandra Schoch - Vizebürgermeisterin Sandra Schoch will mehr Platz für die Menschen schaffen

In der Kirchstraße und der Römerstraße entsteht in den nächsten Monaten eine neue Begegnungszone, in der AutofahrerInnen, RadlerInnen und FußgängerInnen gleichberechtigt sind. Das Projekt wurde seit 2011 Schritt für Schritt gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt. Vizebürgermeisterin Sandra Schoch (Grüne) sieht darin eine große Aufwertung der Innenstadt.

In den vergangenen Jahrzehnten erhielten die FußgängerInnen nur so viel Platz, wie der Autoverkehr übrigließ. „Diese Haltung hat sich grundlegend verändert, seit wir Grüne für die Stadtplanung verantwortlich sind“, freut sich Schoch. „Die Menschen stehen bei der Gestaltung des öffentlichen Straßenraumes in Bregenz im Mittelpunkt.“ Das zeigen unter anderem die Begegnungszone in der Rathausstraße, die längeren Grünphasen für Fußgänger an Ampeln und die Trennung von Fuß- und Fahrradweg bei der Pipeline. 

Flanieren statt Verkehrschaos

Auch die neue Begegnungszone Kirchstraße/Römerstraße gibt FußgängerInnen und RadlerInnen mehr Raum. „Aus einem unattraktiven, oft vom Verkehr verstopften Straßenstück wird eine Flanierzone“, schildert die Grüne Politikerin. Davon werden auch die umliegenden Geschäfte massiv profitieren.

Eine städtebauliche Studie der Architekten Hörburger und Kuess war die Grundlage für einen Architekturwettbewerb. Nun wird das Siegerprojekt der Bregenzer Architekten Wimmer-Armellini aus dem Jahr 2016 umgesetzt.

Neuer Belag bremst Autofahrer

Geplant ist im Rahmen der Umgestaltung auch ein durchgehender Belag bis zur Gabelung bei Uwe’s Bierbar. „Ein Belagswechsel ist ein Signal vor allem an die AutofahrerInnen, die dort intuitiv bremsen. Dies wissen wir aus den Erfahrungen am Rathausplatz“, schildert Schoch. Auch RollstuhlfahrerInnen, Menschen mit Gehbehinderung oder Kinderwagen tun sich auf einem glatten Belag leichter.
Zudem erhält die Kirchstraße auf beiden Seiten einen Gehsteig, was das Betreten und Verlassen der Geschäfte und Lokale vor Ort leichter macht. „Auch wenn ein Teil der Kirchstraße ohne Pflastersteine für viele BregenzerInnen schwer vorstellbar scheint, sprechen die Argumente insgesamt klar für den neuen Belag“, ist die Planungs-Stadträtin überzeugt.