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am 16. November

Natürlich bunt und artenreich

Johannes Rauch - Gemeinden investieren in die Naturvielfalt

26 Vorarlberger und Liechtensteiner Gemeinden haben im Rahmen des interreg-Projekts „natürlich bunt & artenreich“ gezeigt, wie durch nachhaltige Blühflächen ein Mehrwert für Mensch und Natur entsteht. Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag (16. November) im Landhaus würdigten Landesrat Johannes Rauch und die liechtensteinische Umweltministerin Dominique Hasler dieses Engagement: „Die Gemeinden, die Blumenwiesen auf ihren Gemeindeflächen und blühenden Straßenrändern eine Chance geben, sind Vorbilder und helfen tatkräftig mit, die Naturvielfalt in Vorarlberg und Liechtenstein zu schützen und zu fördern“.

Weitere Medien dazu finden Sie unter https://presse.vorarlberg.at/land/dist/vlk-57979.html

 

„Geht es Bienen und Schmetterlingen gut, dann ist die Lebensqualität auch für uns Menschen hoch“, ergänzt Landesrat Rauch. Ziel des Projektes natürlich bunt und artenreich ist es vielfältige und blütenreiche Lebensräume für Mensch und Tier zu entwickeln, zu erhalten und zu pflegen. 20 Vorarlberger und sechs Liechtensteiner Gemeinden sowie eine Schule haben sich an diesem Projekt beteiligt und die Ansiedlung von Wildbienen im öffentlichen Raum gefördert: Drei Jahre lang wurden Grünflächen zu artenreichen Lebensräumen entwickelt oder auch neu angelegt. Dabei reichen die Maßnahmen von einfachen Pflegeumstellungen (weniger und abgestuft mähen) über kleine Nachpflanzungen und Ansaaten bis hin zu Neuanlagen. Über 70 Teilnehmende aus 26 Gemeinden, meist Bauhofmitarbeitende, aber auch engagierte Privatpersonen, haben sich in den letzten drei Jahren für ihre Gemeinde Wissen über Wiesen, Wildbienenlebensräume und vielfältige Begrünungsmethoden angeeignet. 

Rauch: Großes Potenzial in den Gemeinden

In Gemeinden und Städten fallen laufend Flächen zur Begrünung an. Ob Straßen-, Gebäude oder ganze Quartiere gebaut werden, ob unterirdische Infrastrukturen neu gelegt, repariert oder adaptiert oder ob Renaturierungen an Gewässern durchgeführt werden, überall wird am Ende eine rasche Begrünung gewünscht. „Hier liegt ein großes Potenzial zur Förderung der Naturvielfalt“, betonte Landesrat Rauch: „Anstelle von intensiv genutzten und gestutzten artenarmen Grün- oder gar nur Asphaltflächen können artenreiche Lebensräume entstehen, auf denen wir dann auch zahlreiche Schmetterlingsarten oder Wildbienen beobachten können“. Die Herausforderungen liegen darin, die bisherigen Gewohnheiten, Grünflächen nach Bautätigkeit schnell zu humusieren und mit schnellwüchsigem artenarmen Regelsaatgut anzusäen, zu durchbrechen und artenreiche Lebensräume entstehen zu lassen. Die Wildbienen danken es uns: so wurden beispielsweise die Blühflächen in Rankweil gut angenommen,  und es konnten rund 140 verschiedene Wildbienenarten gefunden werden, wie Wildbienenexperte Timo Kopf berichtete. Durch die Verwendung von heimischen Pflanzen, Schaffung von artenreichen Standorten etc. kann auch im Siedlungsraum ein aktiver Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren und auch für unsere Lebensqualität geleistet werden.

Das Projekt „natürlich bunt und artenreich“ ist Teil des Interreg-Projektes „Blühendes Bodenseeland“ und findet in Vorarlberg im Rahmen des Landesprogramms „Naturvielfalt in der Gemeinde“ statt.

Weitere Informationen sind unter www.buntundartenreich.at​ abrufbar.

 
Herausgegeben von der Landespressestelle Vorarlberg
Amt der Vorarlberger Landesregierung​