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am 31. Mai

Neben Opferschutz braucht es Täterarbeit

Katharina Wiesflecker - Landesrätin Wiesflecker erörterte mit wesentlichen Systempartner:innen das Thema „Gewalt an Frauen“.

Um das ebenso dringliche wie sensible Thema „Gewalt an Frauen“ offen zu diskutieren und ein umfassendes Bild von der Situation in Vorarlberg zu bekommen, luden die Landesrätinnen Katharina Wiesflecker und Martina Rüscher am Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit (Freitag, 28. Mai) die wesentlichen Systempartnerinnen und -partner zum runden Tisch. 

Neben den Gleichstellungssprecher:innen aller im Landtag vertretenen Fraktionen, darunter Sandra Schoch, waren auch wichtige Partnerorganisationen, Polizei, ifs Gewaltschutzstelle, Frauennotwohnung und Krankenhausbetriebsgesellschaft vertreten. 

Prävention und Hilfsmaßnahmen im Notfall

Einig waren sich alle Teilnehmenden, dass vor allem in Maßnahmen zur Prävention verstärkt investiert werden muss. „Bevor es zu körperlicher Gewalt kommt, gibt es meistens schon Anzeichen für eine Eskalation“, sagt Frauenlandesrätin Wiesflecker. Das Fraueninformationszentrum femail hat daher eine Kampagne gestartet, um auf die psychische Gewalt aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren.

Um Frauen, die akut von Gewalt bedroht sind, einen sicheren Ort garantieren zu können, wird es bei der Frauennotwohnung eine personelle Aufstockung geben. „Zusätzlich planen wir, die Räumlichkeiten zu erweitern“, kündigt Landesrätin Wiesflecker an. Sie verweist außerdem auf das umfassende Gewaltschutzpaket der Bundesregierung und begrüßt die darin enthaltenen Maßnahmenpakete. „Neben dem Opferschutz ist auch eine verstärkte Prävention und Täterarbeit notwendig. Denn Gewalt an Frauen ist in erster Linie ein Männerproblem. Überholte Rollenbilder und Besitzansprüche müssen möglichst früh korrigiert werden“, so Wiesflecker.

Von entscheidender Bedeutung sei darüber hinaus die Bereitschaft der Betroffenen, sich helfen zu lassen und die bestehenden Hilfsangebote anzunehmen.