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am 15. November

Nicht auf Kosten der Lebensqualität!

Juliane Alton - Grüne wollen Wohnqualität und Ruhebedürfnis der Bürgerinnen und Bürger bei Betriebsansiedlungen geschützt wissen

Schauplatz Messekreuzung: Dänisches Bettenlager und Tankstelle sind weg. Was kommt? Ein Burgerking DriveIn mit Betriebszeiten bis weit in die Nacht. Gleich dahinter befindet sich seit Jahrzehnten Wohnbebauung. Burgerking wünscht für seine Schallschutzwand eine Abstandsnachsicht von der Stadt Dornbirn, die Eigentümerin des Floßgrabens zwischen Burgerking und den Wohnhäusern ist.

Schauplatz Walchsmahd/In Fängen: Ein Bächlein plätschert, Pappeln wiegen sich im Wind – noch gibt es freien Blick bis zum Blum-Betriebsgebäude. Was kommt? Die zwei Logistikunternehmen Schluge wollen ein 12,5m hohes Gebäude errichten und planen einen LKW-Dauerbetrieb, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche - mit eigener Tankstelle. Die nächste Wohnnachbarschaft ist nur etwa 25 m entfernt. Auch hier ist die Stadt direkter Nachbar (Walchsmahd) und wurde um eine
Abstandsnachsicht gefragt. Das Unternehmen will das Gebäude näher
an die Grundstücksgrenze setzen als im Baugesetz vorgesehen.

In beiden Fällen gab es Zustimmung im Stadtrat. „Dabei wäre es ohne weiteres möglich gewesen, mit den Betrieben im Sinn der Anwohnerinnen und Anwohner zu verhandeln, um ein verträgliches Nebeneinander zu erreichen“, ärgert sich Umweltstadträtin Juliane Alton. „Bei Burgerking ist das in Ansätzen passiert – aber nicht ausreichend, bei Schluge überhaupt nicht.“ Das Ersuchen um Abstandsnachsicht gebe Verhandlungsspielraum, um Bedingungen zu vereinbaren. „Man hätte Betriebszeiten verhandeln sollen, welche die Nachbarn ruhig schlafen lassen, das haben wir vehement eingefordert“, sagt Alton.

Die Betriebsgebietswidmung im Wallenmahd und die Baumischgebietswidmung an der Messekreuzung sind grundsätzlich am richtigen Ort. Doch solle die Stadt besser darauf achten, dass die Nachbarschaften funktionieren und die Belastungen gering bleiben. Sonst seien Dauerkonflikte vorprogrammiert „Wir müssen die Lebensqualität der Anrainer schützen und ihre Interessen mit jenen der Betriebe, die sich ansiedeln wollen, fair abwägen“, schließt Juliane Alton. „Es darf nicht sein, dass nur gilt, was die Betriebe wollen!“

Hier​ findet ihr noch eine Video zu diesem Thema!

Hier baut Burgerking seinen DriveIn, hier plant Schluge sein Speditionsunternehmen. Die Grünen sehen die Belastung der Anrainer als zu hoch an.
Hier baut Burgerking seinen DriveIn, hier plant Schluge sein Speditionsunternehmen. Die Grünen sehen die Belastung der Anrainer als zu hoch an.