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am 14. Jänner

Nördliches Schweizer Ried wird als Vogelbrutparadies weiter aufgewertet

Johannes Rauch - Landesrat Rauch: Finanzielle Unterstützung durch das Land Vorarlberg zur Schaffung eines Ringbiotops

Das Natura 2000-Gebiet Nördliches Schweizer Ried in Lustenau ist ein bedeutsames Wiesenbrütergebiet. Maßgeblich dazu beigetragen hat etwa die Schaffung eines Ringbiotops auf einer ehemaligen Ackerfläche im Jahr 2013. Nun möchte die Ortsgemeinde Au als Grundeigentümerin ein zweites, noch wesentlich größeres solches Feuchtbiotop anlegen und das Europaschutzgebiet dadurch zusätzlich aufwerten. Das Land Vorarlberg unterstützt dieses Projekt mit mehr als 80.000 Euro aus dem Naturschutzfonds, teilt Umweltlandesrat Johannes Rauch mit.

Das Schweizer Ried beherbergt wichtige Brutvorkommen von in Vorarlberg stark bedrohten Wiesenbrütern, vor allem von Kiebitz, Wachtelkönig und Braunkehlchen. „Wir wollen durch weitere Maßnahmen einen Lebensraum für diese Vogelarten schaffen“, so Landesrat Rauch. Es bietet sich an, das bestehende, bestens bewährte Ringbiotop bzw. die Brutinsel zu erweitern, Brachflächen, Flachgewässer und ausgedehnte Grabenabflachungen zu schaffen.

„Durch die Anlage eines zweiten Ringbiotops entsteht in diesem Gebiet ein kleines Paradies für Wiesenbrüter“, sagt Rauch. Die durch das Projekt berührten Flächen wurden bis Anfang der 2000er-Jahre für den Ackerbau genutzt, seit etwa 15 Jahren werden sie als Naturschutzflächen bewirtschaftet. Die Ortsgemeinde Au als Projektträgerin stellt rund vier Hektar Boden zur Verfügung und übernimmt selbst die Kosten für Planung, Koordination, Bauleitung und Dokumentation. Auch das nötige Holz für Piloten, Pfählungen usw. wird aus Eigenproduktion geliefert.