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am 2. Mai

Offene Liste Bludenz begrüßt Betriebsansiedelung der Firma Jäger

Wolfgang Maurer - Maurer: Eine Million Euro Förderung ist genug

Die Offene Liste Bludenz begrüßt die geplante Betriebsansiedelung der Firma Jäger. Der von der Stadt Bludenz geplanten Förderung im Rahmen der Großbetriebsansiedelung und dem Verkauf der städtischen Liegenschaft „Viehmarktplatz“ steht die Liste jedoch kritisch gegenüber.

„Eine Million Euro Förderung ist genug!“ bringt es Wolfgang Maurer, Clubobmann der „Offenen Liste Bludenz – die Grünen“ (OLB) auf den Punkt und stellt gleichzeitig fest, dass sich die OLB natürlich freue, dass das Unternehmen Jäger seinen Firmensitz nach Bludenz verlege.

„Es ist unserer Meinung nach immer kritisch, wenn grundsätzliche und weitreichende Entscheidungen anlassbezogen gefällt werden. In der Stadtvertretung ist genau das im Hinblick auf die Ansiedlung der Firma Jäger passiert. Zuerst wurde mehrheitlich beschlossen, dass die Stadt Bludenz in Zukunft Großbetrieben (Kommunalsteueraufkommen mehr als € 150.000,00 pro Jahr) bei einer Neuansiedlung eine Rückzahlung der entrichteten Kommunalsteuer in der Höhe von 50% auf zehn Jahre gewähren kann. Wenige Minuten später wurde diese Förderung in der Höhe von fast zwei Millionen Euro der Firma Jäger zuerkannt. Unser Antrag, die Förderung auf fünf Jahre und eine maximale Höhe von einer Million Euro zu begrenzen, wurde abgelehnt,“ kritisiert Maurer das Vorgehen.

Die OLB sei, genauso wie der Gemeindeverband, der Ansicht, dass im Bereich der Förderungen eine gewisse Zurückhaltung geboten sei. „Die Gemeinden sollen sich nicht gegenseitig überbieten und auf Steuereinnahmen verzichten. Bludenz ist für Unternehmen ein attraktiver Standort. Eine Million Euro Förderung muss deshalb reichen“, betont Maurer.

Auch hätte die Entwicklung des gesamten Quartiers diskutiert werden müssen. „Die Firma Bertsch ist neben der Stadt Bludenz der größte Grundbesitzer in diesem Stadtteil. Die Planung einer gemeinsamen Verbauung wäre eine Jahrhundertchance gewesen. Bei einer anderen Vorgangsweise hätte für die Stadt ein größerer Nutzen erzielt werden können“, schließt Maurer.​