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am 13. Jänner

Privates Seestadt-Projekt gescheitert

Sandra Schoch - Grüne wollen Neubau des Bahnhofs vorziehen und plädieren für Einstieg der öffentlichen Hand ins Grundeigentum

"Damit ist wieder fast alles offen", nimmt die Bregenzer Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Sandra Schoch zur Ankündigung der PRISES-Eigentümer Stellung, das Bauprojekt in der Seestadt auf Eis zu legen. Wie sich das in den vergangenen Monaten abgezeichnet habe, sei es den Investoren nicht gelungen, einen realistischen Finanzierungsplan auf die Beine zu stellen. Schoch verweist in diesem Zusammenhang auf ihre Medienmitteilung vom 19. Dezember (siehe link unten).

"Wichtig scheint mir die Feststellung von PRISMA-Vorstand Bernhard Ölz, dass der Projekt-Stopp wirtschaftlich begründet und keine Reaktion auf die Achitekturdebatte der letzten Wochen ist", hält Schoch fest. Dass es sich um eine hausgemachte Entscheidung der Investoren handelt, sei plausibel.

"Nun muss der Neubau des Bahnhofs und die Neugestaltung des Busterminals vorgezogen und mit Nachdruck in Angriff genommen werden", formuliert die grüne Vizebürgermeisterin eine erste Konsequenz und den nächsten Schritt. Man könne mit dem neuen Verkehrsknoten nicht warten, bis die Seestadt-Investoren ein neues Projekt auf die Beine gestellt haben. Daher werde man sich ehestens mit den Seequartier-Verantwortlichen zusammensetzen und die Neugestaltung des ÖV-Terminals zu beschleunigen. Dazu müsse auch die Bauabwicklung neu geplant werden.

"Was das Seestadt-Areal betrifft, so wünschen wir uns ein neues Projekt mit stärkerem Engagement der öffentlichen Hand", so Schoch. Stadt und Land sollten ins Grundeigentum einsteigen und öffentliche Nutzungen in diesem Zentralbereich der Landeshauptstadt ansiedeln.

Die Investoren, die jahrelang ein auf Handel konzentriertes und in hohem Maße auto-affines Projekt entwickelt, aber nicht zustande gebracht haben, müssten sich neu orientieren. Dabei sollten Stadt und Land stärker die öffentliche Verantwortung einbringen. Das betreffe sowohl städtebauliche Fragen als auch öffentliche Einrichtungen als Beitrag zu einer optimalen Nutzungsdurchmischung. "Das geht aber nur als Miteigentümer."

"Jedenfalls setzen wir uns weiterhin konsequent für eine Umgestaltung des Seestadtareals ein. Die seit einem Vierteljahrhundert bestehende Parkplatzbrache ist ein großes Ärgernis und der Landeshaupt- und Kulturstadt Bregenz nicht würdig", so Schoch abschließend.

» Medieninformation vom 19.12.2016 ...