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am 4. Oktober

Psychische Gesundheit von Frauen stärken

Katharina Wiesflecker - Eröffnung des 2. Vorarlberger Frauengesundheitstag in Götzis

"Gesundheit ist das wertvollste Gut. Was uns gesund hält oder gesund macht, kann sehr vielfältig sein." Das sagte Landesrätin Katharina Wiesflecker zur Eröffnung des 2. Vorarlberger Frauengesundheitstages am Donnerstag, 4. Oktober, in Götzis. Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung war diesmal die Stärkung der psychischen Gesundheit von Frauen.

Weitere Medien dazu finden Sie unter http://presse.vorarlberg.at/land/dist/vlk-57662.html

 

Das Thema nimmt auch im österreichischen Aktionsplan Frauengesundheit großen Raum ein. Gerade bei der Häufigkeit und Auswirkung psychischer Erkrankungen gibt es ausgeprägte Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit von Frauen sind vor allem die Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie, die ungleiche Aufteilung unbezahlter Arbeit, Abhängigkeitsverhältnisse, (sexuelle) Gewalt sowie spezifische Belastungen durch Migration.

Beim Frauengesundheitstag wurde das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und differenziert beleuchtet. "Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass die Mehrfachbelastung zwischen Beruf und Familie auch eine Entlastung sein könnte? Im besten Fall kann 'frau' Energie und Ressourcen aus den vielfältigen Lebensbereichen schöpfen", regte Landesrätin Wiesflecker an.


 


   Sie verwies damit auf den nachfolgenden Vortrag der Gesundheitspsychologin Kathleen Löschke-Yaldiz. Diese erläuterte, wie die vielfältigen Rollen von Frauen – als Mütter, Partnerinnen, Haushälterinnen, Berufstätige und Pflegende – oft zu Stress und Überlastung, aber auch zur Stärkung des Selbstbewusstseins führen können, wenn diese Rollen gut vereinbart werden.

Ein weiterer Vortrag der Gesundheits- und Krankenpflegerin Anneliese Erdemgil-Brandstätter konzentrierte sich auf das Gesundheitsrisiko Gewalt. Ihre Botschaft: Um über dieses nach wie vor tabubehaftete Thema endlich offen sprechen zu können, gelte es nicht nur die betroffenen Frauen zu ermutigen, sondern auch die Fachkräfte im Gesundheitswesen zu sensibilisieren.

In einem Workshop "Migration und psychische Gesundheit" ging es zielgruppenspezifisch um Frauen mit Migrationshintergrund. Die Psychotherapeutin Suzan Toplak-Inan berichtete von ihren Erfahrungen in ihrer Praxis und aus ihrer Zeit als Mitarbeiterin in der Frauennotwohnung.

 
Herausgegeben von der Landespressestelle Vorarlberg
Amt der Vorarlberger Landesregierung​