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am 6. Februar

Radfahren im Alltag, Teil 3

Sandra Schoch - Verkehrsstadträtin Sandra Schoch informiert

"Der sehr hohe Radanteil wird laufend weiter erhöht", benennt die grüne Vizebürgermeisterin Sandra Schoch einen wesentlichen Grundsatz der Bregenzer Verkehrspolitik. Mit 20% Radfahrten an allen zurückgelegten Wegen ist Bregenz im Städtevergleich im Spitzenfeld. Dieser Anteil soll bis 2025 auf 25% gesteigert werden. So steht es im Bregenzer Verkehrsleitbild aus dem Jahr 2014 geschrieben.

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Stadt vor allem Lücken im Alltagsradwegenetz schließen und den Komfort und die Sicherheit verbessern. "Die 2011 eröffnete Radbrücke zwischen Bregenz und Hard war ein deutliches Bekenntnis zum Fahrrad und zur kostengünstigen, umweltfreundlichen und gesunden Mobilität. Und sie war ein Meilenstein einer ambitionierten Verkehrspolitik im Raum Bregenz", betont die Stadträtin für Planung und Verkehr.

Für EinpendlerInnen bildet die Radbrücke eine wichtige Schnittstelle in beide Richtungen. Jede Person, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, reduziert den immer noch hohen Anteil an Autopendler/innen.

Schoch verweist auf die aktuellen Zahlen der Zählstelle bei der Radbrücke. Sie weisen auch bei frostigen Temperaturen eine hohe Frequenz aus. An Werktagen benützten im Jänner täglich etwa 140 RadlerInnen die Brücke, mehr als doppelt wo viele wie am Wochenende. "Die Menschen benützen für den Weg zur Arbeit zunehmend das Fahrrad - auch im Winter", so Schoch.

Auch der Freizeitradverkehr erlebt in Bregenz einen Aufschwung und wird auch für die Wirtschaft immer interessanter. Immer mehr Gäste wählen die attraktiven Radrouten am See von Deutschland und der Schweiz aus. "Die Bregenzer Wirtschaftstreibenden nehmen sich dieser Zielgruppe an und unterstützen Verbesserungen für den Radverkehr wie z. B. die Errichtung von genügend attraktiven Abstellplätzen. Deren Anzahl wird laufend erhöht, darunter immer mehr überdachte Anlagen. Gerade für AllwetterfahrerInnen und für die zunehmenden Zahl der WinterradlerInnen ist dies ein wichtiges Angebot“, ist die Vizebürgermeisterin überzeugt.

Ein Qualitätskriterium sind gut geräumte Radwege. Die Landeshauptstadt ist hier im Vergleich zu einigen Umlandgemeinden vorbildlich. RadlerInnen erkennen die Gemeindegrenzen im Winter an der Schneeräumung. Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit muss auch in dieser Frage intensiviert werden.

Lückenschlüsse im Radwegenetz sind zentraler Teil der Bregenzer Radstrategie, hält Schoch fest und verweist auf „neuralgische Stellen“ wie die Bahnunterführung in der Vorklostergasse oder die Einmündung der Fahrradstraße Klostergasse in die Römerstraße.