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am 2. April 2019

„Regeln helfen die Natur zu schützen und zu bewahren“

Johannes Rauch - Appell für sorgfältigen Umgang mit der Natur und Rücksichtnahme bei der Freizeitnutzung

Lagerfeuer im Naturschutzgebiet Hohe Kugel mit großem Feuerwehraufgebot oder Wasserrettungseinsatz tief im Europaschutzgebiet der Bregenzerachachschlucht, die Freizeitnutzung beschäftigt öffentliche Stellen und Einsatzkräfte immer mehr: „Zur eigenen Sicherheit und für unsere Natur gelten auch draußen Regeln, die zu beachten sind“, betont Umweltschutzlandesrat Johannes Rauch.

Den vollständigen Text dazu finden Sie auch unter https://presse.vorarlberg.at/land/dist/vlk-58911.html

  
„Unsere Naturschutzgebiete sind für seltene Tiere und Pflanzen Rückzugsräume und sollen uns auch zur Erholung dienen“, führt der Landesrat aus. Entsprechende Regeln sorgen dafür, dass die Qualität der Schutzgebiete bewahrt bleibt und auch die eigene Sicherheit nicht gefährdet wird bzw. Einsätze vermieden werden – Rauch: „Die Freizeitnutzung in Schutzgebieten, insbesondere durch nächtliche Aktivitäten, hat ein sehr hohes Maß erreicht und ist auch nicht mehr rein auf die Sommermonate beschränkt, wie das Beispiel der beiden geretteten Outdoorbegeisterten vom Sonntag zeigt. Zudem lauern auch im nichtalpinen Bereich Gefahren, wie beispielsweise Waldbrände, morsche Bäume oder die Kraftwerksnutzung an Bächen.“ 

Maßnahmen der Landesregierung

Das Problem ist bekannt und die öffentlichen Stellen reagieren darauf. Zum Europaschutzgebiet Bregenzerachschlucht wurde von der Vorarlberger Landesregierung letztes Jahr eine eigene Verordnung erlassen, die unter anderem auch das Campieren verbietet. Die Tunnels auf der alten Wälderbahntrasse mussten aus Sicherheitsgründen und wegen der hohen Nutzungsfrequenz vorübergehend versperrt werden. „Vor wenigen Tagen wurden in einer aufwändigen Flurreinigung auch mehrere Kubikmeter Müll und Material von illegal angelegten Lagern und Camps aus dem Gebiet mühevoll abtransportiert“, berichtet Landesrat Rauch: „Danke an alle, die mitgeholfen haben.“

Jedes der heimischen Schutzgebiete hat besondere Aspekte und damit teilweise unterschiedliche Anforderungen für die Naturnutzung. „Wir setzen auf Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung. Überall wird mit Schildern über die nötigen Ge- und Verbote informiert. Engagierte Gebietsbetreuerinnen und Gebietsbetreuer helfen mit, unsere Naturvielfalt zu bewahren,“ so Landesrat Rauch. Neben den speziellen Vorgaben für Schutzgebiete, wie Campier- oder Feuerverbot im Wald, gibt es noch allgemeingültige Regeln, die jede und jeder aus Rücksicht auf die Natur draußen beachten sollte. Die allgemein bekannte Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ geht auch hier einen neuen und modernen Weg, um auf die Freizeitnutzung und deren Vielfalt einzugehen. „Wir weisen mit der frisch fertigen Homepage www.respektiere-deine-grenzen.at nicht nur auf das klassische Snowboardern im Wald oder das Wandern im Sommer hin. Neue Konfliktfelder, wie die Nutzung mit Drohnen, Geocaching oder eben das vermehrte Biwakieren in der Natur werden dort ebenso abgedeckt“, erklärt Landesrat Rauch.

 
Herausgegeben von der Landespressestelle Vorarlberg
 
Amt der Vorarlberger Landesregierung​