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am 23. Jänner

Rückkauf der Seestadt durch Stadt und Land prüfen

Sandra Schoch - Vizebürgermeisterin Sandra Schoch über Gesprächsbereitschaft des Landes erfreut

"Private Investoren haben's versucht und sind gescheitert. Jetzt müssen sich Stadt und Land der Sache annehmen", begründet die Bregenzer Planungsstadträtin ihren Vorschlag, dass die Landeshauptstadt und das Land ins Grundeigentum in der Seestadt einsteigen und damit andere Gestaltungs- und Nutzungsoptionen ermöglichen sollen.

Schützenhilfe hat die Vizebürgermeisterin am Wochenende von Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser erhalten, der im ORF dafür plädiert hat, die Frage eines Rückkaufs des Seestadtareals durch die öffentliche Hand zu prüfen, wenn sich die Frage stellt. "Die Frage steht und die schwarz-grünen Koalitionen auf Landes- und Stadtebene müssen sich eingehend damit auseinandersetzen. Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern schuldig."

Schoch zeigt sich erfreut darüber, dass PRISMA-Vorstand Bernhard Ölz zugesichert hat, das Grundstück nicht an irgendwelche Investoren zu verkaufen. Er habe in der Pressekonferenz aber auch deutlich gemacht, dass es keine neue Projektidee für diese Fläche gibt. Wichtig sei, dass die Chancen für eine zukunftsfähige Lösung intakt sind. "Die Landeshauptstadt kann sich diese Parkplatzbrache mitten im Zentrum aus städtebaulichen und wirtschaftlichen Gründen einfach nicht leisten."

Die Lehre aus dem gescheiterten PRISES-Projekt sei, dass zwei Tiefengaragenuntergeschosse aus bautechnischen und finanziellen Gründen für die Zukunft ausgeschlossen sind. "Das heißt, wir brauchen ein weniger autoaffines Projekt und wir sollten autofreies Wohnen andenken. Wo wenn nicht hier, in unmittelbarer Nähe eines so dichten öffentlichen Verkehrsangebots?"

"Der Eigentümer bestimmt, was für welche Nutzungen und in welcher Qualität gebaut wird. Die Seestadt befindet sich im Herzen der Hauptstadt des Landes Vorarlberg. Da haben sowohl die Stadt als auch das Land eine besondere Verantwortung zu übernehmen. Das ist unsere tiefe Überzeugung", fasst die grüne Vizebürgermeisterin und Landtagsabgeordnete ihre Haltung zusammen.