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am 20. Dezember 2019

Sicherer Schulweg?

Juliane Alton - Gerade in winterlicher Dunkelheit braucht es mehr Rücksichtnahme

Es ist ein definiertes Ziel im Dornbirner Umweltprogramm, dass Schülerinnen und Schüler ihren Schulweg eigenständig und sicher bewältigen können. Tatsächlich sind eilige "Elterntaxis" eine erhebliche Gefahr für Schulkinder.

Es gibt viele Gründe, warum es vorteilhaft ist, wenn Kinder und Jugendliche ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller oder mit Bus und Zug zurücklegen. Wünschenswert ist natürlich auch, dassKindergartenkinder ihren Weg selbständig schaffen.

Der Schulweg bringt Bewegung und frische Luft, sodass die Kinder in der Schule besser ruhig sitzen und dem Unterricht folgen können. Bei Kindern, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, explodiert ihr natürlicher Bewegungsdrang leicht im Klassenzimmer.

"Der Schulweg bringt den Kindern Erfahrungen, die man rückblickend keinesfalls missen möchte" hält Stadträtin Juliane Alton fest.

  • Kinder machen auf dem Weg interessante Beobachtungen
  • Kinder lernen, mit verschiedenen Wettersituationen umzugehen
  • Kinder erfahren, wo ihre Kolleginnen und Kollegen wohnen
  • Kinder erzählen einander auf dem Weg Geschichten
  • Kinder lernen ihren Ortsteil besser kennen
  • Kinder bewegen sich an der frischen Luft
  • Kinder können sich anschließend besser konzentrieren

"Anfangs ist es am besten, wenn Eltern ihre Kinder begleiten, ihnen den sichersten Weg zeigen und vermitteln, wie sie Straßen überqueren können", ergänzt Alton. "Diese Zeitinvestition lohnt sich. Denn nach wenigen Tagen können die meisten Kinder ihren Weg allein bewältigen und haben Freude daran. Ich empfehle dafür gut sichtbare Kleidung, hell und mit Reflektoren."

Schulen und Elternvereine machen jedes Jahr zu Schulbeginn darauf aufmerksam, dass es unerwünscht ist, Kinder mit dem Auto direkt bis zur Schule zu fahren, weil dadurch jene Kinder gefährdet werden, die zu Fuß oder mit dem Rad kommen. Gerade beim rückwärts Ausparken werden Kinder leicht übersehen.

Der weitaus überwiegende Teil der Eltern respektiert diesen Wunsch. Allerdings kann schon ein Anteil von 10% der Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule fahren, ein veritables Chaos vor einer Schule verursachen und anderen den Schulweg vergällen.

"Deshalb gibt es 'Kiss & Go'-Haltestellen ein paar hundert Meter von Schulen entfernt, damit Kinder wenigstens von dort aus zu Fuß gehen können, zum Beispiel bei der inatura für den gesamten Schulbezirk Markt."

"Bei etlichen Schulen gibt es temporäre Fahrverbote, Halte- und Parkverbote, um sichere Schulwege gewährleisten zu können. Leider werden solche Regeln vielfach ignoriert. Und die Polizei kann nicht überall sein, das bereitet mir Sorge. Ich kann mir auch ein rigoroseres Vorgehen vorstellen, wie es in Städten wie Bregenz (Schendlingen), Bozen oder Salzburg praktiziert wird, z.B. Absperrungen mittels Poller. Dafür braucht es allerdings ein klares Commitment der anderen Fraktionen im Stadtrat", schließt Alton.

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