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am 30. Juni

Sitzung Stadtvertretung Bregenz am 29. Juni 2017

Sandra Schoch - Redebeitrag von Daniel Dolezal-Steiner

Sehr geehrte Stadtvertretung, Herr Bürgermeister, sehr geehrte Zuhörer und Presse,

Ich (und die Grüne Fraktion), werden dem Antrag „Schule Rieden – Adaption der Mittelschulen Rieden und Vorkloster als gemeinsame Ganztagsschule für 6- bis 14-Jährige - Projektabschluss“ zustimmen, weil die integrative Schulform und des ganztägige Angebot ein ideales Platzangebot benötigen. Weiteres benötigen Lehrkräfte moderne Werkzeuge um den aktuellen Lehrstoff mit neuen Medien den unterschiedlichen Lerntypen näher zu bringen. 

Auch Lernenden sollen die Möglichkeit bekommen mit diesen Medien ihr Erlerntes und auch sich selbst „state of the art“ zu Präsentieren und durch das neue Lernumfeld am Campus die Motivation zum Lernen erhöhen.

Als Vater von zwei Kinder, die in der VMS Rieden ihren Abschluss gemacht haben, bzw. gerade in der Abschlussklasse sind, waren die Termine zum Elternsprechtag oder KEL-Gespräch immer eine kleine Zeitreise in die 80er. Die im Projekt „Bildung in Bregenz“ durch die Projektgruppe erarbeiteten Ergebnisse, hätte ich mir somit für meine Kinder viel früher gewünscht.

Ich möchte somit auch die Gelegenheit ergreifen und den Stakeholdern des Projektes für Ihren Einsatz recht Herzlich danken.

Und gerade weil ein solches Projektergebnis vorliegt, würde ich mir wünschen, dass es in Zukunft in regelmäßigen Zeitperioden solche Bildungs-Strategie-Workshops in ähnlicher Form wie im Projekt stattfinden. 

Denn anders als die Definition eines Projektes, mit einem geplanten Anfang und einem geplanten Ende, haben Änderungen in der Gesellschaft, Pädagogik, Psychologie und Technik kein geplantes Ende. Es scheinen somit Änderungen in den Anforderungen unserer drei Campuse vorprogrammiert. Ziel sollte es sein, unseren Kindern auch in Zukunft Chancengleichheit zu garantieren. 

Es sollten in Zukunft rechtzeitig Budgetmittel anhand der Strategie bereit gestellt werden können um junge Bürger in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen. Nicht dass meine Tochter, die dieses Jahr in der VMS Rieden ihren Abschluss macht, zum Elternsprechtag ihrer Kinder geht und den Campus genau so vorfindet, wie er modernisiert wurde nachdem sie die Schule verlassen hat.

Und weil ich kein fixer Bestandteil dieser Stadtvertretung bin, möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, um darauf hinzuweisen wie wichtig für mich ein periodisch Tagender Lenkungsausschuss für Bildung in Bregenz wäre. Denn als Elternvertreter kann man oft nicht die notwendigen Anforderungen durchsetzen und hat auch nicht die notwendigen Legitimationen und Möglichkeiten.

Die vom Lenkungsausschuss definierte Chancengleichheit ist sicher ein sehr wichtige Vision in den nächsten Jahren und bringt viele Herausforderungen mit sich. Doch nach einer Zeit, würde ich gerne die Chancenverbesserung von Bregenzer Schülern gegenüber den Absolventen von Bundesschulen und andern Mittelschulen in den Anliegergemeinden als Vision oder Ziel in der Bildungsstrategie sehen. Es geht ja um die zukünftige Wahl der Ausbildung von Bregenzer Jugendlichen.

Dies ist also keine Forderung, sondern lediglich eine Möglichkeit um meinen Ansatz der Chancenverbesserung zu beschreiben. Geben wir der VMS Rieden einen für die Ausbildungswahl wertschöpfenden Schwerpunkt. Z.B. Informatik und/oder Mechanik. 

Angepasst an den Anforderungen der Wirtschaft und die Nähe zur HWI und HTL in Bregenz, würden diese Schwerpunkte der Ausbildungswahl unserer Kinder Unterstützen und könnte durch Synergien durch Nutzung der Labore und Lehrkräfte wahrscheinlich keine hohen Kosten verursachen. Wären aber eine ideale Wissensbereicherung nach der Pflichtschule.

Ich bedanke mich für die Redezeit