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am 16. Juni

Tote Bäume beim Kindergarten Hatlerstraße

Juliane Alton - Noch immer keine Richtlinie zum Schutz städtischer Bäume

Klimastadträtin Juliane Alton: Im Jänner 2018 hat sich die Stadtregierung darauf geeinigt, dass wir eine Baumschutzrichtlinie brauchen. Geschehen ist nichts.
Tote Bäume beim Kindergarten Hatlerstraße


Tote Bäume beim Kindergarten Hatlerstraße

Die große Rotbuche im Kirchenpark, die Thuje an der Dr. Waibelstraße (ein Naturdenkmal), der Nussbaum im Garten des Kindergartens Markt, der Ahorn am neuen Stiegenabgang zur Dornbirner Ache, eine ganze Reihe von Bäumen am Campusdreieck – sie alle gibt es nicht mehr. Die Reihe lässt sich fortsetzen. Der Umgang mit Bäumen im öffentlichen Raum ist vielfach unsachgemäß und rücksichtslos. Dabei brauchen wir in Dornbirn dringend schattenspendende Bäume.

„​Es wäre so einfach, gerade auf Baustellen Bäume zu schützen, damit sie erhalten bleiben“​, betont sich Klimastadträtin Juliane Alton, „​doch die zuständigen ÖVP-Stadtregierungsmitgliedern Julian Fässler und Andrea Kaufmann sind aus mir unerklärlichen Gründen säumig. Jetzt zeigt sich, dass wohl auch beim Bau des Kindergartens Hatlerstraße Bäume so beschädigt worden sind, dass sie absterben. Ein großer Nussbaum ist bereits komplett abgestorben, eine Buche ist zur Hälfte kahl.“​

Bäume überleben Beschädigungen oft einige Jahre, meistens zeigen sich die Probleme erst etwa acht Jahre nach dem Ereignis. Beide Bäume beim Kindergarten Hatlerstraße werden entfernt werden müssen. Auch wenn neue gesetzt werden, braucht es Jahrzehnte, bis die Bäume ihre Wirkung entfalten.

„​Der Stadtplanungsabteilung liegt seit Jahren ein von mir verfasster Entwurf für eine Baumschutzrichtlinie vor“​, sagt Stadträtin Alton. „​Damit befassen wollte man sich bislang nicht. Gerade jetzt, da wir im Sinn der Anpassung an den Klimawandel dringend diese Maßnahmen brauchen.“​

„​Der Schutz der Bäume ist im Bauwesen insgesamt noch nicht wirklich angekommen. So wurden die Bäume rund um die Baustelle Stadtbibliothek nur durch ständige Interventionen von meiner Seit abgezäunt und der Zaun über längere Zeit erhalten.“​

Leider ist zu befürchten, dass ein oder zwei große Bäume die Baustelle Volksschule Haselstauden nicht überleben werden, weil dort ebenfalls vereinbarte Maßnahmen zum Schutz der Bäume nicht beachtet wurden.

„​Die nächste Nagelprobe ist die Platane in der Schulgasse. Meines Wissens wurde dem planenden Büro der Wunsch der Stadtvertretung, den Baum zu erhalten, noch nicht übermittelt und schon gar kein Auftrag in dieser Richtung gegeben“​, schließt Juliane Alton.