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am 21. Mai

Über 200.000 Euro für provisorischen Parkplatz? Eine klare Fehlentscheidung!

- Alton: Da wird öffentliches Geld einfach zum Fenster hinaus geschmissen.

Das Dornbirner Bahnhofsquartier ist im Südwesten teils noch eine Ödnis: Eine löchrige Kiesfläche, provisorische Zäune, Müllcontainer... Doch es ist ein wertvolles Areal im städtischen Eigentum. Während für die notwendige städtebaulichen Planungsmaßnahmen des gesamten Areals nur 50.000 Euro
vorgesehen waren, will die Stadt jetzt 203.000 Euro das Asphaltieren der Fläche zwischen Post und neuem Polizeigebäude ausgeben.

"Das ist ein Schildbürgerstreich und einfach hinaus geschmissenes Geld", ärgert sich Umweltstadträtin Juliane Alton. "Wir hätten eine solche Summe gern für wichtige Anliegen ausgegeben, zum Beispiel für verbesserte Angebote für Jugendliche. Ihnen hat die Corona-Pandemie besonders
zugesetzt. Oder für mehr Personal in den Pflegeheimen." Der Parkplatz, auf dem auch Bäume gepflanzt und Lampen installiert werden sollen, ist ein Provisorium, das nur so lange ein Parkplatz bleibt, bis Nutzung und Bebauung geklärt sind.

"Es würde ausreichen, die Fläche einzuebnen und die Pfützen mit Kies zu füllen. Das kostet fast nichts und tut den Dienst für die kurze Zeit auch", sagt Alton. "Wenn es um Verkehrsflächen geht, gibt es offenbar keine Hemmungen, öffentliches Geld mit vollen Händen auszugeben. Für Klimawandelanpassungsmaßnahmen im ganzen Stadtgebiet stehen gleichzeitig nur 180.000 Euro zur Verfügung, also 23.000 Euro weniger", rechnet Stadträtin Alton vor.

Der grüne Stadtvertreter und Fridays for Future-Aktivist Aaron Wölfling ergänzt: "Geld für Parkplätze ist Geld für die Vergangenheit. Wir wollen Geld für die Zukunft!"

Die Asphaltierung wurde in der letzten Stadtratssitzung am 11. Mai gegen die Stimmen der Grünen beschlossen.