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am 1. Februar

Übergänge in Bregenz

Sandra Schoch - Vizebürgermeisterin Sandra Schoch informiert, Teil 2

"Bahn und Landesstraße grenzen die Stadt vom See ab. Die Querungsmöglichkeiten sind besonders wichtig. Sie müssen für FußgängerInnen und RadfahrerInnen möglichst funktional und attraktiv gestaltet werden. Das ist für uns vorrangig", umreißt Planungs- und Verkehrsstadträtin Sandra Schoch eine große Herausforderung für ihr Ressort.

"Es gibt viele Querungsmöglichkeiten", hält Schoch fest. Innerhalb der 1,5 km zwischen Vorklostergasse und Café Melanie sind neun Fußgängerübergänge, durchschnittlich also alle 170 Meter oder zweieinhalb Minuten Gehzeit. Schließungen von Bahnübergängen, wie die ÖBB das gerne hätten, kommen für die Vizebürgermeisterin nicht in Frage.

Schoch beschreibt die Planungen für die Rad- und Fußübergänge vom Quellenviertel bis zum Hafen.

  • In der Vorklostergasse ist eine radtaugliche Unterführung in Planung. Das ist wegen der steigenden Zugsfrequenzen und der überlangen Wartezeiten unumgänglich. Eine Machbarkeitsstudie liegt vor. Die Gespräche mit den ÖBB starten, wenn eine Kostenschätzung vorliegt.
  • Im Seequartier ist eine Treppe für FußgängerInnen auf die Mehrerauerbrücke geplant.
  • Die geplante Unterführung beim Bahnhof, die vergangene Woche im BLÄTTLE Thema war, soll großzügig und hell gestaltet werden und seeseitig in eine attraktive, kegelförmige Öffnung münden. Sie wird die Überführung ersetzen.
  • Inwieweit die Unterführung beim Tourismushaus verbessert werden kann, wird derzeit geprüft. Radtauglich wird sie jedoch nie werden.
  • Die oft ärgerlich lange geschlossenen Schranken beim Milchpilz und beim Hafen werden von den ÖBB mit Sicherheitsvorschriften und den Weichen begründet. Das Verbesserungspotential wurde analysiert und auf etwa 20% geschätzt. Darüber gibt es Gespräche mit den ÖBB.
  • Zwischen Land und ÖBB wurde der Neubau der Haltestelle Hafen bis spätestens 2019 vereinbart. Der Bahnübergang wird selbstverständlich bleiben, ebenso die drei Übergänge an der Pipeline.

Einen "sportlicheren Zugang" wünscht sich Schoch von den RadfahrerInnen aus Richtung Lochau. Statt sich vor geschlossenen Bahnschranken zu ärgern, könnten sie den Übergang beim gelben Haus vor dem Hafen benützen und über den HTL-Kreisverkehr in die Stadt fahren, beim Hafen-Bahnübergang bzw. beim Milchpilz queren oder im schlimmsten Fall eine Pause mit Seeblick einlegen.

2017 werden das Bregenzer Radverkehrs- und das Fußgängerkonzept überarbeitet. "Wir Grüne achten vorrangig auf die Interessen von FußgängerInnen, RadlerInnen und ÖV-NutzerInnen", so die grüne Planungs- und Verkehrsstadträtin abschließend.