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am 23. Dezember 2019

Unterricht draußen in der Natur: Erfolgreicher Start der Vielfalter Schulen

Johannes Rauch - Vielfalter Schulen werden unser Land nachhaltig verändern

Im Herbst 2019 begonnen – und gleich voll durchgestartet: So lautet eine erste Zwischenbilanz des Programms „Vielfalter Schule“. Bereits im ersten Jahr haben acht Schulen mit 20 Klassen und insgesamt 290 Kinder in ganz Vorarlberg teilgenommen. Einmal im Monat verbringen die Kinder einen Tag mit einem/r NaturführerIn draußen in der Natur. „Mit den Vielfalter- Schulen wollen wir den Kindern die Natur direkt vor ihrer Haustüre näherbringen und ihre Neugierde wecken”, erklärt Umweltschutzlandesrat Johannes Rauch.


Zielgruppe sind Schulklassen der Volksschulen sowie der Unterstufe Gymnasium und Neue Mittelschulen. Die Inhalte sind auf den aktuellen Lehrplan abgestimmt und bieten immer einen Bezug zur Heimatgemeinde und Region. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Großlebensräumen Vorarlbergs: Wasser, Wald, Wiese und Gebirge. Ausgebildete NaturführerInnen begleiten die Kinder zehn Mal im Schuljahr auf den „Vielfalter Tagen“ und vermitteln ihnen mit einem auf den Lehrplan abgestimmten und vielfältigen naturpädagogischen Programm die Naturbesonderheiten unseres Landes. „Das motivierte Team der inatura und die engagierten Lehrerinnen und Lehrer eröffnen nicht nur den Kindern neue (Natur-)Welten. Ich bin mir sicher, dass die Vielfalter Schulen unser Land nachhaltig verändern werden“, betont Landesrat Rauch. 


Bereicherung für die Schulen

„Die Vielfalter Tage sind eine riesengroße Bereicherung für unsere Schule“, betonen die Lehrerinnen Sabrina Meese und Lisa Peter von der Volksschule Bersbuch: „Die Kinder freuen sich jedes Mal auf die NaturführerInnen und sind immer gespannt, welche Themen sie wieder erwarten. Die Inhalte werden immer kindgerecht und auf spielerische Art und Weise aufbereitet. Das Lernen in der Natur weckt bei den Kindern ein Bewusstsein und eine Wertschätzung für die Schönheit und die Vielfalt unserer Umgebung.“ Beide Lehrpersonen bezeichnen dieses Projekt als „große Chance“.


Inatura setzt auf „draußen unterrichten“

Mit den Projekten „Vielfalter Schule“ und „inatura outdoor“ hat die inatura große Schritte im Bereich „draußen unterrichten“ gesetzt. Zu den seit Jahren sehr erfolgreichen museumspädagogischen Angeboten wurden nun neue attraktive Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen geschaffen, um den Kindern und Jugendlichen die vielfältigen Lebensräume Vorarlbergs direkt draußen in der Natur näher zu bringen. „Die gesellschaftliche Relevanz solcher Programme ist unbestritten, denn das Draußen-Unterrichten fördert auf so vielen Ebenen. Vor allem weckt es Emotionen für die Naturbesonderheiten unseres Landes“, sagt inatura-Direktorin Ruth Swoboda: „Es sind genau diese Emotionen, die es ermöglichen sich tief in den wunderschönen Regionen unseres Landes zu verwurzeln.“


Vielfalter-Ausbildung auch für SchülerInnen der GASCHT

Neben den Programmen für Volksschulklassen wurde heuer auch eine umfangreiche „Vielfalter-Ausbildung“ für die SchülerInnen der GASCHT – Gastgeberschule für Tourismusberufe in Bezau, Hohenems und Bludenz durchgeführt. Gemeinsam mit den NaturführerInnen Lukas Rinnhofer und Sarah Kerle konnten die SchülerInnen in vier mehrtägigen Outdoor-Modulen die Naturbesonderheiten Vorarlbergs erforschen, erleben und bestaunen. Zusätzlich zu den naturkundlichen Fachinhalten wurde immer der Bezug zwischen Natur, Naturschutz und Tourismus hergestellt. Im November 2019 haben 43 SchülerInnen der GASCHT Standorte Bezau, Hohenems und Bludenz die VIELFALTER Ausbildung nach einer schriftlichen und kommissionellen Prüfung erfolgreich abgeschlossen.

Das Projekt „Vielfalter Schule“ erfolgt in Kooperation mit „Blühendes Österreich – REWE International gemeinnützige Privatstiftung“.

Weitere Medien dazu finden Sie unter https://presse.vorarlberg.at/land/dist/vlk-60725.html

Inatura setzt auf „draußen unterrichten“
Knapp 300 Kinder haben in diesem Herbst am Programm „Vielfalter Schule“ teilgenommen.