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am 26. Jänner

Verkehrsplanung in Bregenz

Sandra Schoch - Vizebürgermeisterin Sandra Schoch informiert. Teil 1: Radverkehr.

"Der neue Bregenzer Bahnhof wird DER öffentliche Verkehrsknotenpunkt der Region. Hier treffen Zugfahrgäste, Busfahrgäste und UmsteigerInnen auf einer sehr kleinen Fläche zusammen. Das ist logistisch betrachtet eine große Herausforderung. Auch der Radverkehr braucht optimale Bedingungen. Denn wir wollen möglichst viele Menschen zum Umstieg animieren", skizziert die grüne Bregenzer Planungsstadträtin Sandra Schoch ihre Haltung.

"Statt der baufälligen Überführung wird eine geräumige, helle Unterführung den Zugang zu den Bahngleisen und den Durchgang zum See erschließen", so Schoch. Leider werden RadlerInnen sie nicht befahren können, weil die ÖBB aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen nur das Durchschieben von Rädern erlaubt. Die Planung muss das Verhalten von FußgängerInnen und von RadfahrerInnen, die zum See wollen, und von BahnnutzerInnen mit und ohne Fahrrad, die ihren Bahnsteig suchen, berücksichtigen.

Laut Schoch wird auf der Stadtseite der Zugang zur Unterführung nur über Stufen oder mit Lift möglich sein. "Wir drängen auf einen Lastenlift, in dem Fahrräder mit Anhänger Platz haben." Auf der Seeseite endet die Unterführung in eine attraktive kegelförmige Öffnung zu den Seeanlagen. "Da wartet die nächste Herausforderung: Bei der Einmündung in den Radweg müssen Nutzungskonflikte möglichst reduziert werden. An der Entflechtung der Nutzungsgruppen wird derzeit heftig getüftelt."

Nächstes Thema: die geplante Fahrradstation. Schoch will diese auf der Stadtseite des Bahnhofes ansiedeln. "Alle RadverkehrsexpertInnen finden diesen Ort geeigneter als die Seeseite." Es soll ausreichend attraktive Fahrradabstellplätze für BahnnutzerInnen geben.

"Wichtig sind auch attraktive Zubringerrouten", hält Schoch fest. So wird u. a. der Radweg zwischen Vorkloster und Bahnhof im Bereich Vorklostergasse-Quellenstrasse beim Maggiareal erweitert.

"Wir Grüne achten in den Planungen vorrangig auf die Interessen von FußgängerInnen, RadlerInnen und ÖV-NutzerInnen", beschreibt die grüne Planungs- und Verkehrsstadträtin ihre Rolle. Das entspricht am Besten dem multimodalen Verhalten der VerkehrsteilnehmerInnen in einer Stadt.