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am 4. Februar

Viele Wege in die Pflege

Katharina Wiesflecker - Landesrätin Wiesflecker: Das Land Vorarlberg fördert unterschiedlichste Ausbildungswege in Pflegeberufe

Die Erhaltung eines gut ausgebauten und leistungsstarken Pflege- und Betreuungssystems ist eine der zentralen gesundheits- und sozialpolitischen Aufgaben. Eine Herausforderung besteht vor allem darin, genügend und vor allem hochqualifiziertes Personal für den steigenden Bedarf ​zu gewinnen. "Dafür setzen wir alle Hebel in Bewegung", stellte Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker in einer Pressekonferenz am Donnerstag, 4. Februar, klar. "Wir wollen möglichst viele Wege in die Pflege anbieten, damit jede und jeder Interessierte eine passende Ausbildung für sich finden kann", betont sie die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten. Wichtig sei dabei auch, dass die Durchlässigkeit der Angebote – von der Pflegeassistenz bis zur Diplomausbildung – gewahrt wird.​

Mit der kürzlich gestarteten Kampagne #teameinhundert​ und der Fortsetzung der connexia Implacementstiftung sollen an Weiterbildung Interessierte und Arbeitsuchende für die Pflege und Betreuung motiviert werden.

Landesrätin Wiesflecker: Angebote zur Ausbildung von Personal werden ausgebaut. Vielfalt und Durchlässigkeit stehen im Vordergrund

Passende Ausbildungswege für alle Interessierten


Pflegeausbildung mit Matura: Schulversuch Institut St. Josef

Im vergangenen Jahr haben sich das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Schulträgerverein des Instituts St. Josef auf einen Schulversuch geeinigt, bei dem die Pflegefachkräfte von morgen eine dreieinhalbjährige Ausbildung zur Pflegeassistenz bzw. in einer fünfjährigen Ausbildung sowohl die Matura als auch den Abschluss zur Pflegefachassistenz machen können. 

Am Institut St. Josef werden die allgemeinbildenden, wirtschaftlichen und sozialen Unterrichtsfächer angeboten. Die facheinschlägige Ausbildung in der Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz wird über die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch abgewickelt.​

Damit wird die aktuelle Lücke im Sekundarbereich – es gibt bisher keine Ausbildung im Bereich Sozialbetreuung und Pflege, die an das Regelschulwesen anschließt und mit Matura abschließt – geschlossen.​​​


Gesundheits- und Krankenpflegeschulen

Die Bewerberlage in den Diplomausbildungen war sehr gut. Bei Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Seit dieser Woche ist ein gemeinsames Online-Bewerber-Tool für die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen Unterland, Rankweil und Feldkirch online.


Spezialausbildung für Führungskräfte: Hochschullehrgang Gesundheits- und Pflegemanagement

Im Zuge der Professionalisierung des Pflegeberufs und aufgrund der laufend steigenden Anforderungen hat sich das Qualifikationsprofil für Führungskräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege verändert. Um die verantwortungsvollen Aufgaben zu erfüllen, sind zusätzliche Kompetenzen erforderlich, die die Erfahrungen des beruflichen Pflegealltags ergänzen. Um Pflegedienstleitende auf diese Herausforderungen bestmöglich vorzubereiten, wird heuer erstmals eine Spezialisierung für Führungsaufgaben in der Gesundheits- und Krankenpflege angeboten. Der von der FH Vorarlberg und Schloss Hofen entwickelte Hochschullehrgang Gesundheits- und Pflegemanagement greift eine große Bandbreite an Themen auf. Neben rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Inhalten liegt der Ausbildungsschwerpunkt auf der Verantwortung für die Qualität der Pflege.


Schule für Sozialbetreuungsberufe Bregenz (SOB)​​

Die SOB Bregenz bietet die Ausbildungen „Fach- und Diplomsozialbetreuer*in Altenarbeit“ sowie die Kombi-Diplomausbildung „Familien- und Behindertenarbeit“ an. Insgesamt sind an der SOB Bregenz derzeit rund 230 Studierende in zwölf Klassen. ​​In beiden Ausbildungszweigen ist die Pflegeassistenz-Ausbildung integriert und alle Ausbildungen sind dual geführt – das bedeutet, die in der Schule gelernte Theorie wird mit der Praxis durch verschiedene Praktika verknüpft.

Tag der offenen Tür virtuell: Am 26. Februar 2021 können sich Interessierte ein Bild von der SOB Bregenz machen: Die Schule öffnet ihre Türen virtuell und bietet einen Informationsnachmittag mit Vorträgen und Informationsmöglichkeiten sowie Fragestunde per Chat oder Telefon an: Information unter www.sozialberufe.net, Anmeldung erforderlich unter sozialberufe@sob.snv.at.


connexia Implacementstiftung Betreuung und Pflege

Die connexia Implacementstiftung Betreuung und Pflege​ ist eine Initiative des Landes und des Arbeitsmarktservice Vorarlberg, um Menschen, die sich für eine Ausbildung im Betreuungs- und Pflegebereich interessieren, kompetent und neutral zu beraten. Arbeitslose sowie Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen, werden nach Eintritt in die connexia Implacementstiftung Betreuung und Pflege werden sie finanziell unterstützt und bis zum Übertritt in ein gesichertes Dienstverhältnis begleitet. Kooperierende Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitsbereiches erhalten die Möglichkeit, gesuchte Betreuungs- und Pflegefachkräfte gezielt für ihr Unternehmen auszubilden. Personalrekrutierung und -entwicklung werden somit erleichtert. ​Das AMS Vorarlberg hat das Projekt für weitere drei Jahre genehmigt.​