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am 6. September

"Vorderland und Am Kumma verbessern Radinfra­struk­tur"

Johannes Rauch - Mobilitätslandesrat sichert Gemeinden volle Unterstützung des Landes zu

Die Gemeinden der Regionen Vorderland und Am Kumma haben mit Unterstützung des Landes eine Variantenuntersuchung zur Verbesserung der Radverbindungen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie sind am Mittwoch (5. September) im Rahmen eines Infoabends der Öffentlichkeit präsentiert worden. "Weitere Planungsschritte werden von Landesseite aktiv unterstützt", betonte Mobilitätslandesrat Johannes Rauch bei der Präsentation der Studie.

Weitere Medien dazu finden Sie unter http://presse.cnv.at/land/dist/vlk-57439.html

 

Wer derzeit mit dem Fahrrad von Klaus nach Koblach fahren möchte, kommt nicht umhin, auch entlang stark befahrener Landesstraßen unterwegs zu sein. Für die Fahrt von Götzis in eine Vorderlandgemeinde stehen aktuell ebenfalls nur die Route entlang der L190 oder der Umweg über St. Arbogast zur Verfügung. Bei der Präsentationsveranstaltung am Mittwoch bestand breite Einigkeit, dass bei den regionalen Radverbindungen klarer Verbesserungsbedarf besteht. 

Radverkehrsanteil auf 20 Prozent steigern

Im Radverkehr stecke nach wie vor viel Potenzial – gerade auch in der Vorderland- und Kummenberg-Region, erklärte Mobilitätslandesrat Rauch: "Mit einem Radverkehrsanteil von rund 16 Prozent hat Vorarlberg zwar heute schon die bundesweite Spitzenposition inne. Mit der Radverkehrsstrategie KettenReaktion verfolgen wir aber das ambitionierte Ziel, den Anteil des Radverkehrs bis 2020 auf 20 Prozent anzuheben. Das Ziel können wir erreichen". Dazu nötig wären allerdings optimale Rahmenbedingungen. Rauch: "Umso attraktiver die Infrastruktur, umso leichter fällt auch der Umstieg auf diese umweltfreundliche Mobilitäts-Alternative". 

Ausbau nur gemeinsam realisierbar

Insofern hätte auch die Realisierung von attraktiven Verbindungen für den Alltagsradverkehr zwischen den Regionen Am Kumma und Vorderland für das Land hohe Priorität, verdeutlichte Rauch. "Es freut mich deshalb besonders, dass sich so viele Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter am sehr gut besuchten Informationsabend aus erster Hand über das Projekt informiert haben. Denn eine Realisierung ist nur möglich, wenn das Projekt von Land, Regios und den Standortgemeinden gemeinsam mitgetragen wird", führte der Landesrat aus.

Die anstehende Generalsanierung der Bahnhaltestelle Klaus war der Anlass, die Variantenuntersuchung in Auftrag zu geben, erklärte Werner Müller, Bürgermeister von Klaus und Obmann der Regio Vorderland. "Die Bahnhaltestelle Klaus-Koblach ist eine Schlüsselstelle für den Radverkehr. Die Ausgangslage ist nicht einfach, denn durch Kummenberg und Sattelberg, Autobahn, Bahnlinie und L190 steht wenig Platz zur Verfügung. Insofern ist es erfreulich, dass trotz der schwierigen Rahmenbedingungen attraktive Radverbindungen realisiert werden könnten", so Bürgermeister Müller. 

Positives Echo für empfohlene Best-Variante

Im Rahmen der Untersuchung wurden sechs Hauptvarianten mit zahlreichen Untervarianten untersucht. Die Varianten wurden dabei sowohl hinsichtlich Verkehrswirksamkeit und Kosten als auch hinsichtlich Umweltauswirkungen und Projektrisiko bewertet und untereinander verglichen. Auf Basis dieser Analyse wurde vom beauftragten Planungsbüro und der Lenkungsgruppe eine klare Empfehlung für eine weitgehend bahnbegleitende Tassenführung sowie einer neuen Radverbindung zwischen Klaus und Koblach mit einer Radunterführung unter der Bahnhaltestelle Klaus und einer Weiterführung entlang des Klausbachs ausgesprochen. Diese Variantenempfehlung wurde von den über 100 Besucherinnen und Besuchern der Präsentationsveranstaltung sehr positiv aufgenommen und unterstützt.​

Bild: Empfohlene Routenführung (rot und violett) und untersuchte Alternativvarianten

Bürgermeister Fritz Maierhofer zeigte sich über das positive Feedback erfreut: "Mit der vorgeschlagenen Route wäre die Bahnhaltestelle für die Koblacher Bevölkerung wesentlich besser erreichbar. Außerdem könnte unser Gewerbegebiet an der Grenze zu Götzis optimal an das Radverkehrsnetz angeschlossen werden. Das Projekt sollte deshalb auf jeden Fall weiterverfolgt werden, um die notwendigen Entscheidungsgrundlagen für eine mögliche Realisierung zu erhalten." 

Gemeindegremien entscheiden über Durchführung einer Machbarkeitsstudie

In den nächsten Wochen soll nun in den Gemeindevertretungen entschieden werden, ob die empfohlene Trassenvariante in Form einer detaillierten Machbarkeitsstudie weiter konkretisiert werden soll. Im Rahmen dieser Untersuchung könnten dann auch bereits konkrete Gespräche mit Grundbesitzern geführt, erforderliche Begleitmaßnahmen geklärt und eine detailliertere Kostenschätzung erarbeitet werden. Bis Ende 2019 könnten dann alle Grundlagen vorliegen, um über eine konkrete Realisierung zu entscheiden.

 
Herausgegeben von der Landespressestelle Vorarlberg
Amt der Vorarlberger Landesregierung​