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am 20. Februar

Vorrang für Öffis

Sandra Schoch - Verkehrsstadträtin Sandra Schoch informiert, Teil 5

"Der öffentliche Verkehr entwickelt sich äußerst dynamisch und das ist gut so", freut sich die Bregenzer Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Sandra Schoch über die ÖV-Zuwachsraten, die v. a. durch das 365-Euro-Ticket ausgelöst wurden. Damit es so weitergeht, brauche es neben dem Ausbau der Kapazitäten vor allem eine hohe Qualität: Leistbarkeit, schnelle Verbindungen, dichte Takte, Komfort, Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit.

"Wir leisten unseren Beitrag zur Verbesserung der Qualität", so Schoch. Nach dem Aus für das Seestadt-Projekt von Prisma und Spar wird nun der Neubau des ÖBB- und des Busbahnhofs zügig angegangen. "Der von uns Grünen mit viel Aufwand durchgesetzte Bausicherungsvertrag, der die Seequartier-Investoren verpflichtet, den Bahnhof zuerst zu bauen, ist in dieser Situation Gold wert."

Die vorliegenden Planungen werden aufgrund der jüngsten Entwicklungen - höhere Taktdichte, längere Busse, höhere PendlerInnenanzahl - überarbeitet, informiert die Stadträtin. Zustände wie in Dornbirn, wo der Busbahnhof innerhalb weniger Jahr bereits wieder zu klein ist, sollen in Bregenz vermieden werden. Daran arbeiten Land, Stadt und Projektträger.

Verkehrsdichte und Nutzungskonflikte von Bus- und nichtmotorisiertem Verkehr stellen am Bahnhofsvorplatz eine besondere Herausforderung für die Verkehrssicherheit dar, hält Schoch fest. Hochwertiger städtischer Raum legt besonderes Augenmerk auf die Interessen der FußgängerInnen. "Besonders wichtig sind längere Ampelphasen und kürzere Wartezeiten - so wie wir dies beim Übergang bei der Hypo in der Montfortstraße mit großem Erfolg umgesetzt haben."

Als besonders große logistische Herausforderung bezeichnet Schoch die optimale Gestaltung der Zu- und Abfahrten beim neuen Busbahnhof. Das Betriebskonzept müsse komplett umgestellt werden. Da in unmittelbarer Nähe des Busplatzes keine Abstellplätze zur Verfügung stehen, müssten alle Linien durchgebunden werden und die Busse ohne lange Stehzeiten möglichst rasch weiterfahren.

"Eine wichtige Ergänzung des Stadtbus-Angebots wird der neue Rufbus der Unterlandgemeinden", berichtet die grüne Vizebürgermeisterin. Derzeit laufen die Ausschreibungen. Wenn alles planmäßig verläuft, werde der Rufbus mit dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember sieben Tage die Woche ab 20 Uhr das öffentliche Verkehrsnetz ergänzen und die Fahrgäste bis vor die Haustüre bringen.

"Die Landeshauptstadt ist um optimale Rahmenbedingungen für den öffentlichen Verkehr bemüht", formuliert die grüne Verkehrsstadträtin eines der Kernziele der Bregenzer Verkehrspolitik.