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am 8. Juni

Wir Grüne wollen die Besten in der Elementarpädagogik

Katharina Wiesflecker - Durchgängigkeit in Bildungswegen, nicht Parallelitäten

Schon die Tatsache, dass der Antrag der SPÖ im Landtag zur Einführung einer Lehre für „Kinderpädagogik“ einige Male von ihnen selbst abgeändert wurde, zeigt, dass es an Plan und Ziel ganz klar fehlt.

Während in vielen Wirtschaftsbereichen die Lehre ein Erfolgsmodell darstellt, weil damit Betriebe genau auf ihren Bedarf hin ausbilden und MitarbeiterInnen binden können, ist dieser Weg in der Pädagogik nicht anwendbar.

Viel zielführender wäre es, die bestehenden Bildungswege, wie etwa die Erweiterung für eine dreijährige Fachausbildung für AssistenzpädagogInnen an der Bafep (frühere Bakip) auszubauen. Damit würde jungen Menschen, die nach Abschluss der Pflichtschule noch nicht die Voraussetzungen erfüllen, um in eine höhere berufsausbildende Schule mit Matura einsteigen zu können, dieser Bildungsweg offen stehen. Nach drei Jahren besteht auch in Form des Aufbaulehrganges die Möglichkeit zur Matura und zur abgeschlossenen Ausbildung zur Kindergartenpädagogin. Wir brauchen Durchgängigkeit in Bildungswegen, nicht Parallelitäten.

Für Quereinsteigerinnen gibt in Vorarlberg ein bewährtes und breites Angebot in die Elementarpädagogik. Die modularen Lehrgänge in Schloss Hofen mit dem Basislehrgang, den Spezialisierungslehrgängen sowie dem Aufbaulehrgang Pädagogische Fachkraft und den Leitungslehrgang. Diese Lehrgänge sind allesamt ausgebucht, werden ständig erweitert und auf den fachlich neuesten Stand gebracht. Die Erfahrung zeigt, dass die Absolventinnen höchst motiviert in ihr berufliches Feld zurückgehen. Pädagogische Arbeit wird gesellschaftlich mehr und mehr anerkannt. Diese Ausbildungen werden auch wegen ihres hohen Praxisanteils sehr geschätzt.

Offen ließ die SPÖ auch die Frage wer neben der Berufsschule in den Kinderbetreuungseinrichtungen ausbilden soll. Wir gehen davon aus, dass es die Pädagoginnen sein sollen, hier gibt es aber für diese Tätigkeit keinerlei Personalressourcen.

Wir bleiben bei diesem wichtigen Thema am Ball. Elementarpädagogik ist ein zu wichtiges Thema, um mit unüberlegten Schnellschüssen zu handeln. ExpertInnen empfehlen die tertiäre Ausbildung. Wir Grüne meinen auch, dass der Weg in diese Richtung gehen soll. Wir brauchen die Besten in der Elementarpädagogik. Die Lehre geht in die falsche Richtung.