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am 19. März

Zwölfmal zum Mond und retour

Johannes Rauch - Herr und Frau Vorarlberger legen täglich rund eine Million Wege zurück – VCÖ-Mobilitätspreis 2018 ausgeschrieben

Täglich werden in Vorarlberg 310.000 Arbeitswege und 155.000 Einkaufswege zurückgelegt. Durch gesellschaftliche Entwicklungen wie Digitalisierung und demografischer Wandel wird sich die Mobilität ändern. „Unser Ziel dabei ist es, in Vorarlberg den besten öffentlichen Verkehr außerhalb von Wien zu etablieren“, sagte Mobilitätslandesrat Johannes Rauch beim heutigen (Montag) Pressegespräch in Dornbirn. Dabei erfolgte auch die Ausschreibung des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises: Gesucht werden Projekte und Konzepte für nachhaltige Mobilität.

Weitere Medien dazu finden Sie unter http://presse.vorarlberg.at/land/dist/vlk-56230.html

 

Im Rheintal zwischen Feldkirch und Bregenz leben rund 280.000 Menschen. „Das ist so gesehen die drittgrößte Stadt Österreichs. Mein Ziel ist es daher, den besten öffentlichen Verkehr außerhalb von Wien zu etablieren. Und ‚städtische‘ Mobilität ist, wie Wien zeigt, vor allem öffentlicher Verkehr. In Vorarlberg gehören dazu die neuen Zuggarnituren ab 2019, der Ausbau aller Bahnhöfe in Vorarlberg zu Mobilitätsdrehscheiben, aber auch eine Sicherstellung eines guten Grundangebotes im ländlichen Raum und in den Talschaften“, betonte Landesrat Rauch. Der Trend gehe klar in Richtung sanfter Mobilität, so Rauch, „wo es nicht in erster Linie darum geht, ein großes Auto zu besitzen und viel damit zu fahren, sondern rasch und sicher seine Wege erledigen zu können. Am besten in Kombination unterschiedlichster Verkehrsmittel wie Bahn, Bus, Rad, Carsharing oder, wo nötig, auch mit dem eigenen Auto.“

Neun Millionen Kilometer täglich

Jeden Werktag werden rund 310.000 Fahrten in die Arbeit und von der Arbeit nach Hause gemacht, berichtet der VCÖ. Dazu kommen rund 155.000 Einkaufswege. Alle Wege zusammengefasst – dazu kommen noch Schul- und Ausbildungswege, Freizeitwege oder dienstliche Fahrten – ergeben rund eine Million Wege mit neun Millionen Kilometern täglich allein in Vorarlberg. „Das entspricht etwa der Distanz von zwölfmal zum Mond und wieder retour“, sagte Michael Schwendinger vom VCÖ. Rund 76.000 Arbeitswege werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Mit 14 Prozent ist in keinem Bundesland der Anteil des Radverkehrs am Arbeitsweg so hoch wie in Vorarlberg. Weitere 51.000 (Arbeits-)Fahrten werden mit dem Öffentlichen Verkehr durchgeführt.

Digitalisierung ermöglicht neue Maßnahmen

„Der zunehmende Online-Handel ist nur ein Beispiel für gesellschaftliche Entwicklungen und Trends, die sich auf den Verkehr auswirken. Allein die Digitalisierung wird umfassende Veränderungen auch bei der Mobilität bringen“, betonte Michael Schwendinger. Zum einen erleichtert die zunehmende Digitalisierung Home-Office. Damit kann der Verkehr in der Stoßzeit spürbar verringert werden. Der internationale Vergleich zeigt, dass Österreich beim Homeoffice noch aufholen kann. Während in Österreich 16 Prozent der Beschäftigten zumindest manchmal von zu Hause arbeiten, sind es in der Schweiz 19 Prozent und in Schweden sogar 28 Prozent.

VCÖ-Mobilitätspreis sucht vorbildliche Projekte und innovative Konzepte

Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis steht unter dem Motto „Gesellschaft.Wandel.Mobilität“ und wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und den ÖBB durchgeführt sowie von Rhomberg Bau und dem Verkehrsverbund Vorarlberg unterstützt. Gerhard Mayer, Regionalmanager vom ÖBB-Personenverkehr betont: „Als größter Mobilitätanbieter liegt es in unserer DNA, dass wir die Mobilität der Zukunft mit innovativen Konzepten federführend mitgestalten wollen. Gerade in Vorarlberg ist hier in enger Partnerschaft mit dem Land einiges gelungen. Diese gute Partnerschaft war der Grundstein dafür, dass sich die Fahrgastzahlen der S-Bahnen seit Einführung vor zehn Jahren verdoppelt haben. Das ÖBB-Carsharing Rail and Drive für die letzte Meile komplettiert unser Angebot.“

Am VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg können Betriebe und Unternehmen, Gemeinden und Städte, Schulen, Fachhochschulen und Universitäten sowie Vereine und Initiativen teilnehmen. Darüber hinaus können Privatpersonen mit Ideen mitmachen. 

Beispiele für Projekte, die eingereicht werden können:

  • ​Betriebe, die betriebliches Mobilitätsmanagement umgesetzt haben und damit den Anteil der Beschäftigten, die mit Fahrrad, Bahn oder Bus zur Arbeit kommen, erhöht haben
  • Start-Ups, die Produkte entwickeln, die die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel oder das Sharing erleichtern.
  • Wohnbauträger, die in den Wohnhausanlagen Car-Sharing anbieten
  • (Handels)Geschäfte, die ihren Kundinnen und Kunden emissionsfreie Zustellungen anbieten oder es erleichtern, autofrei zum Geschäft zu kommen.

Einreichfrist ist der 10. Juni 2018, Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg gibt es unter www.vcoe.at​ und beim VCÖ unter (01) 8932697. Die Einreichungen werden von einer Fachjury bewertet und im September wird das am besten bewertete Projekt von VCÖ, Landesrat Johannes Rauch und ÖBB ausgezeichnet.

 

Herausgegeben von der Landespressestelle Vorarlberg
Amt der Vorarlberger Landesregierung

Michael Schwendinger (VCÖ), Landesrat Johannes Rauch und ÖBB-Regionalmanager Gerhard Mayer
Michael Schwendinger (VCÖ), Landesrat Johannes Rauch und ÖBB-Regionalmanager Gerhard Mayer