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am 24. Juni 2014

Das Pensionskonto zeigt es auf: Wir brauchen Pensionsgerechtigkeit!

Katharina Wiesflecker - Grüne stellen Maßnahmenpaket vor

„Das Informationsschreiben zur voraussichtlichen Pension fiel für viele Frauen äußert ernüchternd sogar besorgniserregend aus. Das macht deutlich, dass die Politik gefordert ist, Maßnahmen für die Betroffenen zu ergreifen für mehr Pensionsgerechtigkeit!“, fordert die Frauen- und Sozialsprecherin der Grünen LAbg. Katharina Wiesflecker in der heutigen Pressekonferenz. Manche Frauen habe man darauf hingewiesen, dass sie gerade mal Anspruch auf 300 bis 500 Euro Pension im Monat hätten. „Es ist leider Realität, dass Pensionistinnen vor allem auch alleinstehende besonders von Armut betroffen sind. Wir dürfen diese Frauen aber nicht im Regen stehen lassen!“, fordert Wiesflecker. In Vorarlberg bekämen Männer immer noch das höchste Gehalt, während der Frauen das niedrigste erhielten. Außerdem habe noch immer jede dritte Frau keinen Anspruch auf Pension.

Kurzfristige bis langfristige Maßnahmen

„Hilfestellung ist das oberste Gebot!“, mahnt Wiesflecker. „Wenn Politik das Pensionssystem nicht angeht und die Aufteilung nicht gerechter wird, verlängern wir das Problem um Jahrzehnte! Ein Teil des Problems ist auf die konservative Familienpolitik der ÖVP zurückzuführen.“ Die grüne Frauensprecherin schlägt kurzfristige bis mittelfristige/langfristige Maßnahmen vor. „In einem ersten Schritt müssen die Frauen informiert werden, wie sie finanzielle Unterstützung wie Ausgleichszulage, Wohnbeihilfe usw. erhalten. Am besten in Form von einem Schreiben in der Art wie das Pensionskonto. Damit Frauen sich nicht mehr länger schämen müssen, wenn sie um Unterstützung anfragen,“ schlägt Wiesflecker vor. „Auf lange Sicht müssen sich die Rahmenbedingungen für Frauen verbessern! Wir brauchen in Vorarlberg eine gut ausgebaute, qualitative und leistbare Kinderbetreuung!“

Pensionsgerechtigkeit

„Um einen Schritt in Richtung Pensionsgerechtigkeit zu gehen und die niedrigen Frauenpensionen abzufedern, können wir durchaus die hohen aus dem Landesbudget finanzierten Ruhebezüge der Beamtinnen und die Luxuspensionen von Unternehmen, die im Eigentum des Landes sind, herangezogen werden,“ fordert Wiesflecker.​

Grünes Pensionsmodell

Langfristig könnte die Lösung laut Wiesflecker das Grüne Pensionsmodell darstellen, das auf drei Säulen basiert. „Die erste Säule ist eine existenzsicherende Grundpension in Höhe von 800 Euro, die zweite Säule finanziert sich aus Beiträgen aus der Erwerbsarbeit (mit Deckelung), die dritte Säule besteht aus der privaten Vorsorge,“ erläutert Wiesflecker.

„Pensionen sind ein zentrales sozialpolitisches Thema. Kaum irgendwo sonst wird Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit so deutlich wie dort. Reformieren wir das Pensionssystem!“, so Wiesflecker abschließend. Alles Weitere entnehmen Sie bitte dem Pressepapier im Anhang.

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