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am 16. September

Gleiche Startchancen für jedes Kind

Nina Tomaselli, Katharina Wiesflecker - Grüne präsentieren Konzept der Kindergrundsicherung

"Die türkis-blauen Kürzungen der Sozialhilfe werden Familien in Vorarlberg massiv treffen, wir Grüne präsentieren daher einen Gegenentwurf, mit dem wir allen Kindern eine eigenständige Kindergrundsicherung garantieren“, betont Grünen-Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker und Nationalratswahl-Spitzenkandidatin Nina Tomaselli bei der heutigen Pressekonferenz vor der Bezirkshauptmannschaft Bregenz. „Um armutsgefährdeten Kindern einen gerechten Start zu ermöglichen, braucht es eine eigenständige Kindergrundsicherung, die allen Kinder Unterstützung und soziale Teilhabe garantiert, egal wie hoch das Einkommen der Eltern ist!“, so Wiesflecker.

In Vorarlberg sind rund 18 Prozent, also mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, gefährdet in die Armut abzurutschen. „Armut heißt nicht nur knappe finanzielle Mittel.  Armut bedeutet viel mehr ein Mangel an sozialer Teilhabe und Bildungschancen. Es ist zutiefst ungerecht, wenn die Herkunft über die Zukunft der Kinder entscheidet und nicht das, was in ihnen steckt“, macht Nina Tomaselli klar. Deshalb brauche es eine Weiterentwicklung des Sozialsystems, das Kinderarmut reduziert und gar nicht erst entstehen lässt. „Wir stellen die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt“, so Tomaselli.

Das Grüne Modell der Kindergrundsicherung besteht aus einem Mix aus Geld- und Sachleistungen. „Jedes Kind erhält finanzielle Unterstützung in der Höhe von monatlich 240 Euro. Je nach Einkommen der Eltern wird dieser Garantiebetrag bis zum Existenzminimum ergänzt“, erläutert Wiesflecker.  Mit der Kindergrundsicherung werden zahlreiche Anträge unnötig. Das erspare den Familien Zeit, der Verwaltung Kosten und baue große Unsicherheiten ab.  Darüber hinaus fordern die Grünen als Sachleistungen Investitionen in Zugang zu Bildung von Anfang an, mehr Ganztagsklassen sowie gesundes Essen in Betreuungseinrichtungen.

„In der Kinderbetreuung ist ein wesentlicher Schritt bereits gelungen. Mit der sozialen Staffelung der Tarife konnten wir genau die Zielgruppe erreichen, die von Armut bedroht ist: Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Familien mit Migrationshintergrund. Für diese Kinder sind die Betreuungseinrichtungen erste Bildungsstätten, den Eltern wird ermöglicht, rasch wieder in das Erwerbsleben einzusteigen“, berichtet Wiesflecker.

Das türkis-blaue Sozialhilfe-Grundsatzgesetz werde die Kinderarmut noch weiter steigen lassen. „Kinder können nichts dafür, wenn ihre Eltern alleinerziehend, arbeitslos, krank, wenig qualifiziert, zugewandert oder geflüchtet sind. Es ist unsere gesellschaftliche Aufgabe Kinder, die bei uns leben, vor Armut zu schützen!“, schließen Wiesflecker und Tomaselli.


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