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am 19. Juni

Menschlich und politisch ein schwerer Verlust

Johannes Rauch - Zum Tod von Ekkehard Muther

Zum Tod von Ekkehard Muther

Unser Freund, Gründungsmitglied und langjähriger Wegbegleiter Ekkehard Muther ist am Freitag, den 15. Juni verstorben.

Wir trauern mit seiner Familie, der unser Mitgefühl gilt, in ganz besonderem Maße. Ekkehard war mehr als unser Klubdirektor, Vorstandsmitglied, Gründungsmitglied. Er war für viele von uns ein langjähriger Freund, ein wunderbarer Mensch, ein enger Vertrauter. Er war eine tragende Säule der Grünen Vorarlbergs, über viele, viele Jahre. Die Vorarlberger Grünen wurden von ihm maßgeblich mitgeprägt, von Anbeginn an.

Mit ihm sind wir durch viele Höhen und Tiefen gegangen, ohne ihn stünden wir nicht da, wo wir heute stehen. Seine politische Klugheit, sein scharfer Intellekt, seine Präzision in der Analyse und Konsequenz in der Umsetzung von Schlussfolgerungen werden uns sehr fehlen. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden bestmöglich bewahren und fortführen, wofür er zeitlebens eingetreten ist: die unantastbare Universalität der Menschenrechte, die Idee eines geeinten und sozialen Europa, den Kampf gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzung, die Bewahrung der Ökosysteme vor Ausbeutung und Zerstörung.

Eine Würdigung seines Werdeganges und seiner Verdienste werde ich im Rahmen der Verabschiedungsfeier am 29. Juni vornehmen, der soll hier nicht vorgegriffen werden. Ich denke, alle von euch, die ihn kannten, werden ihn in bester Erinnerung behalten.

Ich persönlich halte die Präambel zum ersten Grundsatzprogramm der Vorarlberger Grünen, das 1997/1998 erarbeitet und am 23.4.1998 in Dornbirn beschlossen wurde, für so etwas wie das „politische Vermächtnis“ von Ekkehard. Es trägt in ganz hohem Maße seine Handschrift und ist heute so aktuell wie damals. Ich möchte es deshalb allen nochmals in Erinnerung rufen und schließen mit „Danke, Ekkehard, für alles!“

Johannes Rauch​


​Auszug aus dem Grundsatzprogramm der Grünen Vorarlberg von 1998

I. Wir sind zum Ausgang dieses Jahrhunderts mit einer globalen Entwicklung konfrontiert, der sich keine Region und kein Menschen entziehen kann: mit der Beschleunigung und dem rasanten Strukturwandel, die durch den Neoliberalismus weltweit durchgesetzt werden. Insbesondere seit 1989 hat sich das Machtverhältnis zwischen Kapital und Arbeit massiv zugunsten des Kapitals verschoben. Das Finanzkapital entzieht sich jeder Kontrolle. Der entfesselte Markt wird zur entscheidenden Instanz über Erfolg und Misserfolg erhoben. Demgegenüber fordern die Grünen Regulative zum Schutz der Natur, der sozial Schwachen und der Demokratie.

Den vollständigen Text finden Sie hier:​


Grundsatzprogramm der Vorarlberger Grünen (PDF)


Mag. Ekkehard Muther