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am 18. März

Beißwut liegt Hunden nicht im Blut

Nadine Kasper - Kasper will gründliche Schulung aller Hunde-Halter:innen sicherstellen

„Beißunfälle mit Hunden sind tragisch, ohne Zweifel, und oft auch vermeidbar. Wer aber die Schuld allein bei den Hunden sucht, übersieht die Verantwortung der Halter:innen“, betont die Grüne Tierschutzsprecherin Nadine Kasper. „Statt vermeintlich gefährliche Hunderassen aufzulisten müssen wir eine gründliche Schulung aller Hunde-Halter:innen sicherstellen“, hält Kasper fest und wendet sich mit einer Anfrage an den zuständigen Landesrat Christian Gantner.

Rasselisten sind Scheinlösungen

Dass sich die Gefährlichkeit eines Hundes an seiner Rasse festmachen lässt, ist laut Expert:innen weder wissenschaftlich noch statistisch belegt. Daher trage die Einstufung einzelner Hunderassen als Kampfhunde nur scheinbar zur Eingrenzung des Risikos bei und verdecke obendrein die Notwendigkeit richtiger Haltung und Erziehung für alle Hunde, betont Kasper. „Beißwut liegt nicht einfach im Blut. Es gibt verschiedene Gründe für aggressives Verhalten – und nicht selten sind es auch Fehler oder Überforderung aufseiten der Halter:innen, die zu Unfällen führen.“

Bessere Ausbildung für mehr Sicherheit

In der öffentlichen Diskussion wie politischen Agenda vermisst Kasper die Frage und das Bestreben nach besserer Schulung aller Hunde-Halter:innen. „Wenn Rasselisten nicht dazu führen, dass weniger Unfälle passieren, dann müssen wir für mehr Sicherheit unbedingt auf gründliche Ausbildung und Sensibilisierung setzen. Beim Hund, ungeachtet seiner Rasse, führt kein Weg vorbei am Menschen.“