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am 17. Juli

Kälbertransporte: Grüne nehmen die Land­wirt­schaftskammer in die Pflicht

Daniel Zadra - Zadra fordert Moosbrugger auf, seinen Beitrag zu leisten, um Lebendtiertransporte zu minimieren

Kälber

„Das Schweigen der Landwirtschaftskammer zur Problematik der Kälbertransporte ist inakzeptabel. Sie ist über die Beteiligung an der Ländle Viehvermarktung mitverantwortlich für Kälbertransporte. Selbst die Exporte von Kalbinnen nach Russland, in die Türkei oder Aserbaidschan werden über eine kammernahe Organisation abgewickelt“, nimmt der grüne Landwirtschaftssprecher Daniel Zadra die Kammer, allen voran den Präsidenten Josef Moosbrugger, in die Pflicht und fordert sie auf, endlich Verantwortung zu übernehmen.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. An der Praxis der Lebendtiertransporte habe sich bisher nichts geändert. „Ununterbrochen werden Kälber in andere Bundesländer und von dort in weitere Länder transportiert“, so Zadra. Die Landwirtschaftskammer sei die gesetzliche Interessenvertretung aller Landwirte und eine der größten BezieherInnen von Landesförderungen. Sie könne sich daher nicht einfach aus der Verantwortung stehlen.

Das Land Vorarlberg habe sich in einem einstimmigen Landtagsbeschluss geschlossen gegen Kälbertransporte ausgesprochen. „Auch die Kammer muss klar Stellung beziehen und darlegen, welche Schritte sie setzen wird, um Lebendtiertransorte zu minimieren“, schließt Zadra.