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am 1. Februar

Raus aus dem Tiertransport-Dilemma!

Daniel Zadra - Grüner 5-Punkte-Plan für Milch ohne Kälbertransporte

„Über Jahre hinweg sind diese unnötigen Tiertransporte bei den Verantwortlichen bekannt und sie haben wissentlich weggeschaut“, kritisiert Landwirtschaftssprecher Daniel Zadra. Die Verantwortung für die Tiere ende nicht an der Grenze. „Wir Grüne schauen nicht weg. Mit unserem 5-Punkte-Plan für Milch ohne Kälbertransporte, zeigen wir unseren Bäuerinnen und Bauern Alternativen auf und einen Weg raus aus dem Tiertransport-Dilemma!“, so Zadra.

In der derzeitigen Praxis würden vielfach männliche Kälber bereits wenige Wochen nach der Geburt an Viehhändler verkauft. „Massentierhaltung und ein Gemisch aus Palmöl als Futter erwartet viele unserer Kälber in den Mastbetrieben im Ausland“, stellt Zadra fest. „Wir müssen hier die Reißleine ziehen und dieses unnötige Tierleid stoppen. Wir Grüne wollen gemeinsam mit den LandwirtInnen im Land alternative Wege beschreiten!“, betont Zadra.

Dabei komme der vom Land unterstützten Genossenschaft „Vorarlberg Milch“ eine entscheidende Rolle zu. „Die V-Milch ist die bekannteste und beliebteste Marke Vorarlbergs. Sie kann ihre hervorragenden Aktivitäten im Milch- und Käsebereich erweitern und eine Vermarktungslinie für Kalb- und Rindfleisch aufbauen“, schlägt Zadra vor. Dadurch könne ein Beitrag geleistet werden, damit die heimische Landwirtschaft auf Tiertransporte von wenigen Wochen alten Kälbern verzichten kann.

„Die milchproduzierenden LandwirtInnen können durch die in ihrem Eigentum stehende Genossenschaft ihrer Verantwortung für die Kälber nachkommen und aktiv ein Zeichen für Tierschutz in unserem Land setzen“, so Zadra weiter. Dazu brauche es auch ein neues Schlacht- und Verarbeitungszentrum in Vorarlberg, das durch die Fleisch-Offensive der V-Milch ausgelastet wäre. 

Im Einflussbereich der landes- und gemeindeeigenen Kantinen sollen zukünftig bei Ausschreibungen, die das Bestbieterprinzip verfolgen, Tierschutz und Transportwege als entscheidende Kriterien festgelegt werden. „Damit stellen wir sicher, dass nur mehr Rind- und Kalbfleisch aus Vorarlberg auf die Teller der KonsumentInnen kommt“, so Zadra.

Die gesamte Förderlandschaft der Landwirtschaft müsse dafür radikal umstrukturiert werden. „Im Fokus der Förderungen sollen in Zukunft Betriebe stehen, die auf Zweinutzungsrassen setzen, also Kühe die mit dem Ziel gezüchtet werden, sowohl Milch als auch Fleisch zu erzeugen“, erklärt Zadra. Dazu brauche es Mut und den Willen zur Veränderung. Das sind wir den LandwirtInnen, die sich aktiv für das Tierwohl einsetzen, schuldig!“, schließt Zadra.


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