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am 22. März

Schluss mit Tierleid und Kälbertransporten

Daniel Zadra - Modernster Schlachthof Europas als Innovationsmotor

Seit Monaten wird in Vorarlberg über die qualvolle Praxis der Kälbertransporte durch Europa berichtet. Lösungen liegen bis dato keine auf dem Tisch. Grünen Landwirtschaftssprecher Zadra fordert LR Gantner auf, endlich zu handeln.

„Seit Monaten diskutieren wir über die qualvolle Praxis der Kälbertransporte durch halb Europa. Die Grünen Vorarlberg haben mit ihrem 5-Punkte Plan für eine Milch ohne Tiertransporte zahlreiche Vorschläge eingebracht. Die Vorschläge seien aber von der ÖVP bisher allesamt abgewiesen worden. Es liegt in unser aller Interesse endlich dieses unsägliche Tierleid zu stoppen. Wir werden nicht locker lassen und weitere Vorschläge einbringen", so Zadra.

Einen Lösungsansatz sehen Zadra und der grüne EU-Kandidat und Bio-Bauer Simon Vetter in einem innovativen Vorarlberger Schlachthof mit Verarbeitungsbetrieb. Dieser soll neue Maßstäbe in Sachen tiergerechtem Schlachten setzen, die Vermarktung mitübernehmen,  einen klaren Bildungsauftrag und Forschungstätigkeiten für angewandten Tierschutz bei der Schlachtung verfolgen und Transparenz und Kontrolle in den Vordergrund stellen.

„Die Kalbsbratwurst zur neuen Nationalspeise auszurufen, löst keine Probleme. Ein moderner, visionärer Schlachthof ist für uns Landwirte und für Vorarlberg eine Chance. Wir können EU-weit eine Vorreiterrolle übernehmen. Diese Chance müssen wir jetzt nutzen“, unterstreicht Vetter die Wichtigkeit eines regionalen Schlachthofes. Ein gläserner Schlachthof, der auch ein aktives Bildungsprogramm vorsieht könne Konsument*innen über die Besonderheiten von tierischen Lebensmitteln aufklären und Bewusstsein für Qualität schaffen. "Wenn der Konsument den Unterschied zwischen dem billigsten und dem besten Fleisch erkennt, dann ist das für unsere Landwirtschaft eine große Möglichkeit. Ein gläserner Schlachthof kann also dazu beitragen, dass mehr regionales Qualitätsfleisch gekauft wird" so Vetter. 

Ebenso könne ein neuer Schlachthof mit einer entsprechend ausgeklügelten Logistik direkt in die Gastronomie und den Endkonsumenten liefern. "Das bedeutet eine höhere Wertschöpfung für die BäuerInnen und eine direkte Bindung der Kunden", macht Vetter klar.

Weitere zentrale Maßnahmen sehen Zadra und Vetter in kürzeren Tiertransporten, strengeren Kontrollen und der Versorgung regionaler Kantinen und Gemeinschaftsverpflegungen mit ausschließlich regionalem Fleisch. So habe eine aktuelle Anfragebeantwortung ergeben, dass alleine in den Kinderbetreuungseinrichtungen und einigen Schulen über 17.000 Mahlzeiten wöchentlich ausgegeben würden. "Wir wären schon einen gewaltigen Schritt weiter, wenn alle Kindergärten, Pflegeheime und Schulen ausschließlich heimisches Fleisch einsetzen würden" so Zadra.

„Wer Tierleid und Kälbertransporte verringern will, der muss auf einen innovativen Schlachthof und neue Vermarktungskonzepte setzen. Das sind wir unseren Tieren und den Vorarlberger Konsumenten und Konsumentinnen schuldig“, schließt Zadra.​

Daniel Zadra und Simon Vetter bei der PK "Schluss mit Tierleid und Kälbertransporten"